SAATKORN

Transkript

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00:00:08: Amtlich voran.

00:00:08: Der Podcast über Digitalisierung, Arbeitgeberattraktivität und Talentgewinnung im öffentlichen Dienst.

00:00:18: Ja, Servus!

00:00:19: Normalerweise sage ich ja immer Halli hallo und herzlich willkommen.

00:00:22: heute sagen einfach mal Servus.

00:00:23: Ich hoffe dass das das Richtige ist denn ich habe heute jemand aus Österreich am Start.

00:00:28: Das ist eine Premiere hier bei amtlich Vorran hier im podcast Und ich freue mich total, dass heute Elisabeth Krims bei uns ist.

00:00:35: Sie ist Leiter in Recruiting und Personalmarketing bei den Wiener Linien – und damit ist er auch schon geklärt – wo Elisabet heute vermutlich sitzt!

00:00:45: Hi Elisabeth!

00:00:46: Bist du tatsächlich gerade in Wien oder am Massenholm-Office irgendwo auf dem Bahamas?

00:00:50: Hallo!

00:00:51: Ja, ich freu' mich, dass ich heute dabei bin.

00:00:53: Ich bin tatsächlich in Wiel nicht auf dem Behamas wäre ja auch mal schön aber auch Wien ist wunderschön.

00:00:58: also ein herzliches Servus aus Wien.

00:01:00: Ja, perfekt!

00:01:02: Das ist doch mal schön.

00:01:03: Einfach meine andere Ansprache gewählt.

00:01:05: Lass uns doch einfach mit dir selber anfangen.

00:01:07: wie bist du denn eigentlich bei den Wiener Linien gelandet?

00:01:11: Wie bist du im öffentlichen Dienst gelandelt damit?

00:01:15: Wie war dein

00:01:16: Weg?!

00:01:17: Ja, mein Weg.

00:01:19: Mein Weg geht schon ein paar Jährchen.

00:01:21: also ich bin auch im Recruiting und Personalmarketing schon einige Jahre.

00:01:25: mittlerweile über fünfzehn habe ich festgestellt war ursprünglich sozusagen meinen Startpunkt bei der Personalberatung und dann aber eigentlich recht schnell zu den Wiener Stadtwerken gekommen.

00:01:36: das ist unsere Muttergesellschaft d.h.

00:01:38: die Wienern Linien sind ein Tochterunternehmer in der Wieners Stadtwerke und dort hab' ich elf Jahre verbracht.

00:01:43: im Recruting habe auch das zentrale Recruting der Wina Stadtwerker geleitet und bin erst vor zweieinhalb Jahren zu den Wiener Linien gewechselt.

00:01:51: Und darf hier die Abteilung Recruiting und Personalmarketing leiten?

00:01:56: Wie viel Wienerstadtwerke steckt in den Winerlinien, wäre da mal eine Frage, die mir sofort einfällt!

00:02:03: Eine spannende Frage.

00:02:06: Nein, tatsächlich ist es so dass wir natürlich alle an einem Ziel arbeiten nämlich weiterhin zu einer der lebenswertesten Städte zu machen und da tragen die Wiener Startwerke als Gesamtkonstrukt bei.

00:02:16: Da gehört die Energie dazu aber eben auch die Mobilität.

00:02:21: Die Wienalinen sind das größte Teil Unternehmern der Wieners Startwerken.

00:02:25: also eigentlich kann man sagen, so circa die Hälfte der Wiener Stadtwerke Mitarbeiterinnen sind.

00:02:29: Die Linienmitarbeiter.

00:02:30: insofern steckt natürlich da auch bei den ganzen Wienerstadtwerken sehr viele Linien.

00:02:35: drinnen würde ich sagen.

00:02:36: aber natürlich in einem Konzern gibt es immer so die Feinheiten.

00:02:40: Ich habe jetzt beide Seiten kennengelernt.

00:02:41: das ist für mich besonders spannend von der Konzertmutter in die Tochter zu wechseln und da auch eine ganz neue Perspektive zu erleben.

00:02:49: Da haben wir wirklich was gemeinsam, das habe ich auch gemacht.

00:02:52: Ich war auch lange für den Konzern in der Zentrale zuständig damals bei Bertelsmann und bin dann irgendwann in einer Tochter gewechselt, hab da also auf verschiedene Perspektive.

00:03:03: Und das ist ganz interessant!

00:03:05: Weil man natürlich teilweise wenn man in derzentrale sitzt, natürlich anders über Dinge denkt, zwangsläufig als wenn man im dezentralen Tochterbereich sitzt dann noch ein großer Bereich ist, dann ist das nochmal eine andere Facette.

00:03:21: Aber was hatte ich daran gereizt diesen Wechsel zu machen?

00:03:25: Mich hat vor allem gereift wirklich ganz nahe ans Kerngeschäft zu kommen.

00:03:30: Ich habe in der zentralen Funktion sehr viel mit Führungskräften zu tun gehabt, sehr viel sozusagen im Verwaltungsbereich quer über den Konzern.

00:03:38: aber tatsächlich mit unseren U-Bahnfahrerinnen oder Buslenkerinnen oder Werkstätten Mitarbeiterinnen hatte ich eigentlich keine Berührungspunkte.

00:03:46: und das ist schon das was mich gereizt hat einfach da auch wirklich einzutauchen in das Kerngeschäft Und da viel mehr mitzubekommen und auch beizutragen, diese Menschen am Arbeitsmarkt zu finden.

00:03:56: Die nämlich eigentlich sozusagen ohne die Gips unseren Ganzen... unser ganzes Unternehmen nicht, die sind das Herzstück des Unternehmens.

00:04:04: Und das ist natürlich nochmal eine ganz andere Herausforderung, weil gerade geht es wirklich auch um viele Leute, die da arbeiten und auch um Rahmenbedingungen, die vielleicht nicht ganz so abraktiv sind wie in unseren Bürojobs.

00:04:16: Das heißt wirklich Schichtarbeit, Nachtarbeit, Wochenenddienste, natürlich keine Spur von Gleitzeit oder Homeoffice.

00:04:23: Und dass dann noch mal ganz andere Herausforderungen und das hat mich gereizt, da auch diese Welt näherkennend zu lernen mit all ihren Herausforderungen und schönen Zeiten.

00:04:32: Spannend, das machst du jetzt etwas länger als zwei Jahre?

00:04:35: Das ist glaube ich lang genug um schon ein wirklich gutes Gefühl dafür entwickelt zu haben wie es da läuft.

00:04:41: auch die Unterschiede sind weil ich vermute schon dass man am Anfang paar Monate braucht den Perspektivwechsel also sozusagen für sich selbst intern hinzubekommen.

00:04:50: Was sind heute die größten Herausforderung die ihr habt?

00:04:54: Ich meine ich weiß nicht genau wie es in Österreich ist.

00:04:56: in Deutschland Gehätt ich jetzt gesagt, naja vor drei vier Jahren glaube ich war die Hauptherausfolgung immer bei Gruting.

00:05:02: Immer das richtige Personal ranzubekommen.

00:05:04: Das hat sich quasi Wirtschaftslage so ein bisschen verschoben.

00:05:06: Teilweise gibt es heute andere herausfordernd sehen aber sehr stark von der Branche und noch viel stärker eigentlich von Einzelunternehmen ab im öffentlichen Dienst Obwohl die Jobs ja ein bisschen sicherer sind, vermeintlich.

00:05:19: Zumindest in Deutschland ist es so, erleben wir gerade einen großen Boom!

00:05:23: Also sie bekommen eigentlich viel zu viele Bewerbungen auf ihre Stellen und das zieht sich so durch auch hier im Amt nicht voran in der Podcast-Serie.

00:05:31: Aber wie ist das bei euch?

00:05:32: Wie ist das mit den Wiener Linien?

00:05:33: Das sind grad die größten Herausforderungen an denen du so arbeitest.

00:05:38: Ja du sprichst da Ein sehr wahren Punkt dann auch bei uns ist es endlich, vor allem natürlich auch gerade in der Hauptstadt von Österreich wo es auch sozusagen viele Personen gibt die arbeiten können.

00:05:50: Es ist bei uns tatsächlich auch so vor drei vier Jahren ein großer Personalmangel gewesen.

00:05:56: das ist auch diese Brille die ich hatte, wie ich herübergewechselt bin zu den Wiener Linien.

00:06:01: Das heißt es war wirklich ein sehr großes Team das sehr viel wirklich zu tun hatte.

00:06:05: also wir haben massenhaft Menschen zu uns geholt sage ich mal also wirklich viele tausende, die wir da eingestellt haben in dieser Zeit.

00:06:14: Das hat sich stark geändert d.h.

00:06:16: Wir sind jetzt auch nicht mehr wachsend sondern in der Stabilisierungsphase

00:06:21: D.h.,

00:06:21: wir haben natürlich auch weniger Jobs die wir gerade ausschreiben und gleichzeitig merken wir auf jede Stelle die wir ausschreiben sehr, eine sehr große Bewerberanzahl und einen sehr großen Bewerbungsrücklauf.

00:06:32: Und das ist die neue Herausforderung, sage ich ganz offen.

00:06:34: Das macht es nicht leichter im Recruiting.

00:06:37: Es macht's vielleicht insofern sogar schwerer weil man mit den Themen nicht mehr ganz vielleicht... des Topmanagements sitzt, weil das sozusagen angesichts der Arbeitsmarktlage ein bisschen vermeintlicher Selbstläufer geworden ist und nicht mehr dieser große Mangel voran steht.

00:06:53: Aber tatsächlich ist es eine ganz andere Herausforderung, denn wenn dann ein Recruiter da sitzt und auf einer Stelle innerhalb von zwei Tagen, zweihundert Bewerbungen bekommt, dann ist einmal die Frage okay mit wem will ich überhaupt den Prozess weitergehen?

00:07:06: Wem lade ich überhaupt ein?

00:07:07: Und da muss man dazusagen bei uns sind natürlich viele Jobs, die wir auch selbst ausbilden wo wir jetzt nicht so viele Kriterien haben, wonach wir vorselektieren können.

00:07:16: Also da ist einfach eine vielleicht mehr abgeschlossene Berufsausbildung notwendig, vielleicht schon mal erste Berufserfahrung.

00:07:22: aber dann geht es eigentlich sehr stark darum passt die Person wirklich zu dem Job und erfüllt sie auch all unsere zum Beispiel Tauglichkeitskriterien, die wir haben gerade für den Straßenbahnen- und U-Bahnbetrieb?

00:07:33: also da gibt's sehr viele Punkte, die danach noch im Auswahlprozess kommen, Das heißt, eigentlich müssten wir ganz viele Gespräche täglich führen um überhaupt auch nur annähernd zu den Besetzungen zu kommen und das geht sich natürlich irgendwo nicht aus.

00:07:51: Das heißt die neue Herausforderung ist wie schaffen wir es schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Entscheidung zu treffen?

00:07:57: Wen wollen wir im Prozess mitnehmen?

00:07:59: Wer hat Potenzial diesen Job in Zukunft ausführen zu können?

00:08:03: Das ist eine spannende Herausforderung, denn dahinter steht ja natürlich einmal das Thema Pre-Screening, Screening.

00:08:10: Dann Matching sozusagen die Passungen der Personen auf das Berufsbild und den Job.

00:08:16: Und wenn man wenige Bewerbungen bekommt wie es vor ein paar Jahren der Fall war dann kann man sich natürlich sehr viel Zeit nehmen.

00:08:22: Wenn man viele Bewerben bekommt hat man on top noch das Problem dass man Und ich glaube, insbesondere wenn man öffentlicher Arbeitgeber ist auch eigentlich sehr höflich absagen muss.

00:08:32: Weil es geht ja so ein bisschen um das Image der Organisation weil alle Menschen denen ihr absagt sind gleichzeitig Kunden von euch!

00:08:41: Das ist ja bei vielen Organisationen ganz anders.

00:08:44: also wenn ich jetzt irgendwie im Bito-Bi-Segment irgendwas was ich Rohre herstelle dann sage ich aber dass nicht zwangsläufig in Kunde Wenn ihr absagt, das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit jemand der natürlich auch die Wiener Linie nutzt.

00:08:58: Und ich vermute mal dass es noch eine besondere Herausforderung ist.

00:09:01: Vielleicht kannst du uns ein bisschen abholen wie er diese Challenge Stichwort Bewerbungszunami dann eigentlich managed.

00:09:08: Habt ihr da entsprechende Technologien im Einsatz tools oder wie macht ihr das konkret?

00:09:15: Ja, vielleicht zwei Punkte dazu.

00:09:17: Das eine ist ganz wichtig was du angesprochen hast das Thema Absagen.

00:09:20: Das ist uns auch ein großes Anliegen.

00:09:22: damit haben wir uns gerade im letzten Jahr auch sehr intensiv auseinandergesetzt.

00:09:25: wie schaffen wir es trotz dieser ich sage jetzt mal in Massenabwicklung und trotzdem diese Wertschätzung auch rüber zu bringen die natürlich jeder Bewerber jede bewerberin auch verdient hat?

00:09:36: Es gibt, glaube ich nicht die die allumfassende Lösung dafür.

00:09:38: Wir sind so angegangen dass wir wirklich uns speziell angeschaut haben.

00:09:42: wie funktioniert das bei uns.

00:09:43: natürlich wenn man zum Gespräch schon mal war kriegt man eine persönliche Absage.

00:09:47: aber natürlich die vielen Menschen die dann einfach auch gar nicht die Chance haben bei uns zu einem Gespräch zu kommen.

00:09:51: Die bekommen natürlich schon eine standardisierte Absage anders geht es bei unseren Mengen einfach nicht.

00:09:56: Wir hatten letztes Jahr circa siebzigtausend Bewerbungen da ist das nicht anders abwickelbar.

00:10:01: Aber wir haben uns diese Korrespondenz genau angesehen und verfeinert mit Videokontent.

00:10:07: Das heißt, bei uns gibt es Botschaften dazu in Form von Videos.

00:10:12: Natürlich haben wir auch unsere Texte nochmal überarbeitet.

00:10:14: Dass wir da wirklich schauen dass diese Wertschätzung die sich jeder verdient hat auch rüber kommt.

00:10:18: also das ist so.

00:10:19: der eine Aspekt wo er wirklich geschaut hat.

00:10:21: Da muss

00:10:21: ich mal ganz kurz einhaken.

00:10:22: auf den zweiten Aspekt bitte nicht vergessen kommen gleich aber der Videokonzent.

00:10:27: wie muss ich mir das vorstellen?

00:10:33: Ja.

00:10:34: Also zum Beispiel, wenn wir jetzt wirklich das Thema Absage nehmen ist es tatsächlich so dass das eine Videobotschaft ist die mitgesendet wird.

00:10:41: in dem Fall ist es sogar eine die ich persönlich aufgenommen habe.

00:10:45: Das heißt wo ich auch noch mal als Leiterin des Recruitings mich persönlich bedanke und ein bisschen auch Einblick gebe wieso es zu dieser Absage gekommen ist natürlich sehr an der Oberfläche muss man schon sagen weil wie gesagt individuell das geht sich nicht aus.

00:10:59: aber genau also einfach so als Zeichen Man hat sich die Bewerbung angesehen und man nimmt sich die Zeit, um da auch eine Botschaft zu senden oder auch wenn es mal im Prozess länger dauert ist.

00:11:09: Eine Kollegin, die dann auch so ein Video aufgenommen hat, um auch noch einmal so ein bisschen zu erklären wieso es zu diesen Verzögerungen kommt und eben da auch ein bisschen Einblick zu geben.

00:11:17: Und wir haben diese Videos auch sehr stark genützt.

00:11:20: gerade in unseren längeren Prozessen.

00:11:21: also gerade ich habe schon angesprochen bei uns gibt's Tauglichkeitskriterien zu erfüllen.

00:11:25: das heißt Wir haben im Recruiting-Prozess medizinische Untersuchungen Verkehrspsychologische Das heißt, sein Prozess dauert einfach leider ein bisschen länger als vielleicht für manch andere Stellen.

00:11:37: Und da haben wir auch es genützt dass wir immer an diesen Steps wo sozusagen der nächste Schritt kommt auch anhand eines Videos genau erklärt haben was kommt auf einen zu zum Beispiel als Vorbereitung auf die medizinische Untersuchung?

00:11:48: Was wird er genau gemacht?

00:11:49: Da wird wirklich in die ärzte Zimmer reingefilmt gezeigt, was man da machen muss.

00:11:52: Zum Beispiel ein Seetest und ähnliches.

00:11:55: Also da versuchen wir möglichst schöne Einblicke schon zu geben damit die Bewerberinnen sich da auch etwas vorstellen können das vielleicht auch ein bisschen mehr verstehen können wieso es manchmal länger dauert oder wie so es auch manchmal einfach nicht klappt dann vielleicht mit der Bewerbung.

00:12:09: Ja sehr cool!

00:12:09: Die ist ja die Resonanz von den Bewerbern innen darauf

00:12:14: Sehr gut.

00:12:15: Vor allem diese erklärenden Videos haben wir das Gefühl, es sind sehr hilfreich weil das ein bisschen die Angst nimmt was kommt da auf einen zu?

00:12:22: Also gerade so medizinische Untersuchungen im Auswahlprozess sind halt etwas dass vielleicht nicht ganz angenehm ist und wo man auch noch nicht genau weiß worauf man sich da einlässt oder vielleicht auch welche Unterlagen mal mitnehmen muss.

00:12:33: Da haben wir bis jetzt ganz gute Resonanz.

00:12:35: Wir haben die jetzt seit ein paar Monaten im Einsatz Und sind der Laufen dabei neue zu erstellen und das funktioniert bis jetzt sehr gut und haben eine gute Resonanz.

00:12:44: Sehr cool, also das habe ich so eigentlich ehrlich gesagt noch nicht gehört.

00:12:50: Börschung, ganz schön vielen.

00:12:51: Ich finde es super, dass ihr das macht!

00:12:54: Wir

00:12:54: wollen auch Vorräter sein,

00:12:57: oder?

00:12:57: Ja, sehr gut!

00:12:58: Und vor allem was mir immer gefällt ist wenn das Ideen sind die man relativ schnell ohne jetzt ein Riesen-Riesenprojekt mit massenweise Budgetformenstapel zu lassen auch umsetzen kann.

00:13:08: also das können jetzt Leute hier zuhören mit relativ wenig Aufwand wahrscheinlich auch für Ihr Unternehmen reproduzieren.

00:13:15: coole Idee richtig gut.

00:13:18: Was ich schon oft gehört habe ist Videos einzusetzen.

00:13:21: Im Bewerberungsprozess und unter Umständen könnte ich mir das bei euch auch gut vorstellen um bestimmte Dinge abzuprüfen im Vorfeld.

00:13:29: aber vielleicht bin ich da auf dem Holzweg unterwegs, setzt ihr so etwas ein?

00:13:34: Ja, setzen wir tatsächlich ein.

00:13:36: So wie ich es angesprochen habe bei uns eben für viele Jobs der Lebenslauf einfach nicht so aussagekräftig weil man nicht genau das die Vorerfahrung verlangen kann, die wir sozusagen hier brauchen wie zum Beispiel Straßenbahnfahrer.

00:13:48: da wird's nicht viele geben, die schon Straßenbahn Fahrer waren bevor sie zu uns gekommen sind in Wien Genau!

00:13:54: Insofern setzen wir das sehr oft einen Stadt vor einem Erstgespräch.

00:14:00: Das heißt, wir haben hier die Möglichkeit wirklich mit meistens so zweiminütigen Videos.

00:14:05: Die Bewerberinnen schon zu bitten ein bisschen was über sich zu erzählen oder vielleicht auch mit einer gezielten Fragestellung hineinzugehen und so haben wir die Möglichkeit einfach mehr Personen ein bisschen näher kennenzulernen als wir das rein hätten.

00:14:18: wenn wir sie gleich zu einem Erstgespräch oder zu einer Veranstaltung einladen würden.

00:14:22: Da ist einfach die Menge größer.

00:14:23: und wie können diese Videos auch mit den Fachbereichen teilen, die dann schon einen ersten Einblick haben?

00:14:28: Also das verwenden wir für einige Professionen sehr intensiv und haben bis jetzt gute Erfahrungen.

00:14:34: Das machen wir aber allerdings muss man sagen schon sehr lange.

00:14:36: also da waren wir auch glaube ich Vorreiter weil haben wir schon vor Corona im Einsatz gehabt.

00:14:42: Und das hat uns natürlich auch über die Coronazeit sehr gut hinweg geholfen, muss man sagen.

00:14:45: Absolut!

00:14:46: Habt ihr das selbst entwickelt oder arbeitet ihr da mit einem Partner zusammen?

00:14:50: Da arbeiten wir schon seit den Anfängen mit deinem Partner zusammen.

00:14:55: Genau und sind da mit Kamiro ... Kannst

00:14:56: du denen sagen...

00:14:58: Ja ich denke schon.

00:14:59: also wir sind doch immer wieder mal als Referenzkunde genannt Wir arbeiten damit KamiRO zusammen.

00:15:03: Na ja, alles ist sehr cool.

00:15:05: Es ist lustig weil ich just heute an dem Tag wo wir aufnehmen mit dem CEO Dimitri Knisch einen Podcast veröffentlicht habe.

00:15:13: ganz witzig, totaler Zufall.

00:15:18: Also an der Stelle ist das sicherlich hilfreich.

00:15:21: und ansonsten euer Prozess auch mit der Zielruppe die ihr habt.

00:15:26: Ich nehme an, dass er trotzdem weitestgehend durchdigitalisiert ist.

00:15:30: Entsprechend mit dem Bewerbermanagement-System.

00:15:33: Sonst könnte er diese großen Zahlen auch gar nicht händeln.

00:15:35: Vielleicht kannst du uns dazu noch ein bisschen erzählen wie ihr aufgestellt seid?

00:15:39: Ja da haben wir natürlich... also das haben wir im ganzen Konzern und Gemeinsamesbewerber Managementsysteme.

00:15:44: Da haben wir vor ein paar Jahren auch wirklich ein neues System eingeführt, das sehr niederschwellige Bewerbungen zulässt, das heißt da ist wirklich mit wenig Klicks einfach auch die Bewerbung möglich.

00:15:54: Das war damals in Personalmangelzeit ganz wichtig und wesentlich ist glaube ich heute noch wichtig und Wesentlich auch wenn es natürlich jetzt im Moment auch die Schattenseite zeigt weil einfach das Bewerben so leicht geworden ist dass sich natürlich viele Leute bewerben vielleicht viel nachzudenken.

00:16:12: Das haben wir tatsächlich und wir haben auch angebunden einige andere Tools, die uns so das Leben erleichtern.

00:16:19: was wir noch nicht haben sage ich auch gleich dazu wo wir aber in Piloten daran basteln ob wir das vielleicht einmal einsetzen wollen ist ein KI Prescreening.

00:16:29: das ist schon ein Thema bei uns einfach aufgrund der großen Menge genau da sind Testen und in irgendeiner Form sehe ich schon, dass uns die KI in Zukunft unterstützen wird.

00:16:41: Der Mensch ist immer noch sozusagen die Person, die entscheidet.

00:16:44: also das ist glaube ich ganz lesentlich und muss man sowieso auch immer dazusagen.

00:16:48: Nichtsdestotrotz gibt es glaube ich Tätigkeitsschritte, die eine KI gut unterstützen kann Und in die Richtung entwickeln wir uns auch weiter.

00:16:56: Was wir auch uns anschauen, sind einfach Fortestungen.

00:16:58: Das machen wir im Bereich des Auszubildenden Recruits schon sehr stark, dass wir Fortests einsetzen und das werden wir uns für andere Zielgruppen sicher überlegen um sozusagen die richtigen dann auswählen zu können aus der großen Menge.

00:17:13: Was mich besonders interessiert ist, sozusagen die Toollandschaft mit der Arbeit.

00:17:18: Wir haben noch ein paar andere Tools im Einsatz, wird mich durchaus interessieren wenn du Lust hast dazu was zu sagen und insbesondere auch das Zusammenspiel sozusagen wie groß ist euer Team?

00:17:31: wie nutzt ihr Technologie, damit ihr bestmöglich effizient arbeiten könnt?

00:17:36: Ein paar Dinge hast du gesagt.

00:17:37: Also die Videogeschichte das ATS.

00:17:40: gibt es noch mehr was ihr da im Einsatz habt.

00:17:43: Ja wir haben für bestimmte Berufsgruppen wo wir eben Testungen machen müssen.

00:17:47: Haben wir diverse digitale Testung an, die wir teils online machen können und teils dann wirklich auch bei uns vor Ort.

00:17:54: also es gibt Dinge wie unsere verkehrsiologische Testung die einfach vor Ort stattfinden muss auch an speziellen Geräten.

00:18:01: Wir sind gerade bei der Einführung eines digitalen Deutsch-Tests, weil bei uns auch Deutsch eine wesentliche Kernkompetenz ist.

00:18:08: Gerade bei unserem Fahrdienst wo Funksprüche verstanden werden müssen da ist es einfach in Ausnahmefällen oder in Ausnahmesituationen ganz wichtig die Sprache gut zu verstehen.

00:18:19: das heißt doch da haben wir Testungen im Einsatz.

00:18:21: also da haben alle möglichen Dinge die wir angebunden haben an unser Bewerbermanagement System einfach weil sonst nicht handelbar wäre.

00:18:28: bei der großen Menge

00:18:30: Wie seid ihr im Team aufgestellt?

00:18:32: Wir sind aufgestellt.

00:18:35: In meiner Abteilung sind wir drei Teams, wir haben ein Team für das manuelle Recruiting also die in erster Linie Fahrdienst und Werkstättenpersonal suchen.

00:18:50: Bischteam, das besteht vor allem aus unseren Employer-Branding-Spezialistinnen.

00:18:56: Aber auch aus einem Kollegen der sich mit dem Thema IT und Digitalisierung beschäftigt und dem Thema Qualitätsmanagement also alle Desports und Daten die wir aufbereiten.

00:19:06: Also wir haben uns da gezielt Spezialistinnen jetzt hereingenommen in den letzten Jahren damit wir diese Themen selbst abwickeln können.

00:19:13: ich glaube es ist ein ganz wesentlicher Kern wenn wir im Personalbereich mit der Digitalisierung weiterkommen wollen, dass wir uns dann nicht auf eine IT-Abteilung verlassen.

00:19:24: Weil die brauchen wir natürlich ein bisschen Brot aber das wir auch selbst unsere Ideen entwickeln.

00:19:28: was brauchen wir denn eigentlich?

00:19:30: weil wir sind die halt im Kerngeschäft am Tätig sind und wissen wo es nötig ist dass wir unser Digital neu aufstellen.

00:19:37: also insofern bin ich da auch froh dass wir im Team diese Kompetenz haben.

00:19:43: wenn du so ein bisschen nach vornischer auszeitlich also sagen wir mal vielleicht für den nächsten ein zwei Jahre Was sind so die Dinge, wenn du gar keine Budgetbeschränkungen hättest?

00:19:53: Was du dir wünschen würdest.

00:19:54: Vielleicht jetzt auch gar nicht mit Budget zu tun sondern mit Arbeitsweisen oder der Organisationsstruktur.

00:20:00: aber gibt es irgendwie größere Wünsche Challenges vielleicht auch Dinger an denen du mit deinem Team gerade konkret arbeitest?

00:20:09: Ja ich glaube was ganz Wesenliches ist zu wissen was wir überhaupt suchen.

00:20:14: Ich glaube, das ist halt in vielen Organisationen immer noch ein Basisproblem.

00:20:19: Weil natürlich auf der einen Seite gibt es standardisierte Stellenbeschreibungen

00:20:23: etc.,

00:20:24: aber sozusagen da herauszufinden welche Menschen brauchen wir wirklich?

00:20:28: In der Zukunft?

00:20:29: was für Kompetenzen müssen die mitbringen abseits von einer klassischen Stellen Beschreibung, die oft etwas ist, was schon veraltet und nicht mehr ganz aktuell ist.

00:20:39: Das finde ich ganz wichtig.

00:20:40: also sich wirklich zu überlegen als Unternehmen Was brauchen wir in Zukunft?

00:20:45: Und das ist gar nicht so leicht heute zu sagen, wenn wir sehen wie schnell einfach auch der – nicht nur technologische aber auch der technologischen Fortschritt von Staaten kommt.

00:20:53: Also das ist für mich so etwas.

00:20:54: ich hätte da gerne mehr Klarheit, was suchen wir wirklich um uns dann entsprechend gut aufzustellen?

00:21:01: und auf der anderen Seite würde ich mir wünschen dass wir auch mutiger sind bei neuen Entwicklungen.

00:21:07: Es ist natürlich, wir sind im Personalbereich mit hochsensiblen Daten unterwegs das ist schon klar und es muss immer sozusagen auch vorangestellt sein dass man dann nicht alles einfach so machen kann.

00:21:16: aber nichtsdestotrotz ist glaube ich wenn man nur durch ausprobieren weiterkommen und wir sehen der Arbeitsmarkt und alle Rahmenbedingungen ändern sich so rasch.

00:21:25: Ich glaube das ist sowas das wesentliche für die Zukunft.

00:21:27: das wäre einfach schneller handlungsfähig sein müssen und da merke ich schon natürlich gerade in so großen und auch öffentlichen Unternehmen ist das gar nicht so leicht oder sind die Strukturen öfters doch etwas starker und das ist glaube ich etwas, da müssen wir uns bewegen.

00:21:42: irgendwo sonst könnte es sein dass man in einem oder anderen Punkt den Anschluss verliert.

00:21:46: Und vielleicht dann auch andere schneller sind.

00:21:49: also das würde ich mir wünschen.

00:21:50: mehr Agilität, mehr Mut auch Dinge auszuprobieren Das ist etwas was ich auch versuche im Rahmen meiner Möglichkeit zu leben sagen wir so

00:21:59: Den Eindruck, den bringst du auch rüber.

00:22:02: Deswegen hätte ich sonst nachgefragt wenn ihr das gar nicht gesagt hättest.

00:22:05: zu dem ersten Punkt Das hört sich ja im erster Moment wenn man mit Rick Guting nicht viel zu tun hat oder keine Erfahrung hat komisch.

00:22:12: an wen suchen wir überhaupt?

00:22:14: aber Ich paraphrasiere jetzt mal dass was ich verstanden habe oder was ich daraus lese ist Eigentlich muss die Strategie des Unternehmens sehr klar sein Ja wo stehen wir in drei bis fünf Jahren?

00:22:26: Welche Berufsbilder brauchen wir dann?

00:22:27: Mit welchen Skills und Kompetenzen.

00:22:29: Und wenn das klar ist, dann weißt du natürlich auch mit deiner Abteilung wen du suchen musst oder was für Skills und kompetencen eigentlich gesucht werden.

00:22:39: Für die Zuhörerinnen, die jetzt mit Recording nicht so vertraut sind, da ist ein Kernproblem in vielen Organisationen.

00:22:46: Obwohl man von außen immer denkt, dass müsste doch klar sein.

00:22:48: Aber wenn man sich es genau überlegt... Die Welt ist halt unsicher!

00:22:52: Auch für eine strategische sozusagen ein Vision, eurer Gesamtgeschätzleitung.

00:22:58: wo die Reise für die Wiener Linien hingeht ist das total bedeutsam.

00:23:01: aber das unterzubrechen.

00:23:02: Bis hin auf dann brauchen wir demnächst drei Personen mit folgendem Skill Profil ist komplex?

00:23:09: Ja wie du sagst ist Komplex und vor allem muss man sagen also erstmal dieses natürlich der Kern der Sache weil wir wissen müssen was wir in Zukunft suchen.

00:23:18: aber es würde auch sehr stark darin helfen dass wir die Menschen dahinter rekrutieren könnten, weil sonst ist es halt oft etwas.

00:23:26: Man erwartet sich diese Ausbildung, man erwartet sich diese Vorerfahrung und natürlich können wir so aussuchen.

00:23:31: aber in Wirklichkeit ist es ja eigentlich die Kompetenz, die wir brauchen und vielleicht auch der menschliche Fit das sind die Dinge, die eigentlich zählen sozusagen in einem ganz normalen Stellenprofil jetzt nicht oft sehr leicht herauslesbar sind und deswegen würde ich mir wünschen für eine Zukunftswelt des Recruitings, dass der Lebenslauf eigentlich gar nicht.

00:23:53: Das ist wonach wir aussuchen?

00:23:58: Ich finde guter Wunsch gerade bei Berufsbildern wie sie bei euch vorkommen.

00:24:03: also ich stelle mir jetzt einfach Straßenbahnfahrer oder Fahrerin vor.

00:24:09: überlege halt Klar, du musst die Technik drauf haben.

00:24:12: Du musst fahren können!

00:24:12: Du musst das Sprachlicht drauf haben und du musst auch empathisch sein.

00:24:16: Du hast mit Leuten zu tun.

00:24:17: vielleicht verspätet man sich mal oder ist ein Notfall in der Straßenbahn.

00:24:21: Das sind ja Kompetenzen, die auch wirklich eine große Rolle spielen.

00:24:24: Spekuliere ich zumindest mal.

00:24:26: Absolut!

00:24:27: Und dann der Riesenverantwortung.

00:24:28: also das ist das wo ich immer den Hut davor ziehe weil das wirklich das Menschen sind eigentlich alleine unterwegs und haben da eine Straßenbahn voll mit ganz vielen Menschen für die sie wirklich für das Leben verantwortlich sind Wie du sagst, da ist eigentlich egal was genau der Job vorher war.

00:24:45: Ob das eine Person kann in dem Moment wo es wirklich um alles geht oder nicht entscheidet sich nicht genau am Job den er davor hatte oder an der konkreten Ausbildung?

00:24:54: So gut!

00:24:55: Ja spannend spannende Einblicke.

00:24:57: gibt's noch irgendwas was Du zum Abschluss unseres kleinen Plausches hier los werden möchtest?

00:25:04: Jetzt so frei von der Leber weg?

00:25:07: Was würde ich mir wünschen oder was würde ich mich vielleicht für die Zukunft auch vorstellen?

00:25:11: Ich glaube, erst mal finde ich solche Formate wie Deins ganz gut.

00:25:15: Dass man da auch mal etwas anderes hört, vielleicht von anderen Personen.

00:25:18: Ich finde auch genau in unseren Bereichen die Personen, die etwas weiterbringen wollen oder vielleicht auch in die Zukunft denken dass sie sich gut vernetzen, finde ich wichtig.

00:25:28: Ich freue mich immer sehr, wenn man sich über solche Sachen austauschen kann.

00:25:32: Also gerne auch der Appell mal mit mir in Kontakt zu treten, wer sich über die Zukunft des Recruiting und den Player Brandings austauschern will.

00:25:39: Ich freu mich da immer drüber!

00:25:40: Super ich werde deinen Linkenprofil in den Show Notes verlinken genauso wie natürlich auch die Karriere Seite der Wiener Linien und sage jetzt erstmal herzlichen Dank und besten Großen nach Österreich war für mich ein großes Vergnügen mit dir gesprochen

00:25:54: zu haben.

00:25:55: Ja danke schön hat mir auch großen Spaß gemacht.