00:00:08: Der Podcast über Digitalisierung, Arbeitgeberattraktivität und Talentgewinnung im öffentlichen Dienst.
00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Amtlich voran!
00:00:21: Und da amtlich Voran ja eine Initiative von MRACE und der Zeitverlagsgruppe ist freue ich mich heute ganz besonders dass wir endlich jemanden auch von der Zeit Verlags Gruppe heute hier am Start haben.
00:00:35: Kann ich vorwegschieben, wir machen das heute zu zweit.
00:00:37: Stefan Wagner ist mit am Start von EmRace der auch die Initiative mitgegründet hat und von der Zeitfallachsgruppe ist am Start Dr.
00:00:45: Hannah Prona.
00:00:46: Sie ist Director Science & Zeit Talent oder auch Geschäftsführerin des Academicsbereiches bei der Zeitvollachs-Gruppe.
00:00:53: Herzlich Willkommen Hannah!
00:00:55: Vielen lieben Dank Geru für die Einladung und auch Stefan schön dass ich heute hier bin.
00:01:00: Ja ich freut uns auch.
00:01:01: Ich mach mal, dass ich da wieder dabei sein kann.
00:01:04: Dann legen wir mal los, Hannah.
00:01:06: Erzähl uns doch einmal vielleicht wie du beruflich da gelandet bist, wo du heute bist.
00:01:10: Du erscheinst ja ein gewisses Febel für die Themen Talente zu haben und für die Akademie.
00:01:17: Wie ist das gekommen?
00:01:19: Also rückblickend sieht der Lebenslauf immer linear aus.
00:01:23: Nach vorne betrachtet kann man es nicht immer formulieren.
00:01:26: also ich komme ursprünglich aus der Politik und Kommunikationswissenschaft habe studiert und habe promoviert, und habe dann auch tatsächlich als Wissenschaftlerin gearbeitet bis hin zur Juniorprofessur.
00:01:40: Und habe mich in der Zeit sehr stark mit politischer Kommunikation beschäftigt, habe mich aber auch mit gesellschaftlicher Beteiligung beschäftigt und auch die Frage wie Menschen eigentlich Informationen aufnehmen.
00:01:55: Und das war dann, als ich im Jahr zwölf, zur Zeit kam auch der Anker.
00:02:01: Nämlich die Frage von Kommunikation.
00:02:04: also wie funktioniert Kommunikations eigentlich?
00:02:08: und da bin ich in die strategische Kommunikrations- und Organisationsberatung für Hochschulen und Forschungseinrichtungen gewechselt.
00:02:18: Grund war letztendlich ein Privater Die Junior-Professor war in Mainz.
00:02:23: Ich hatte eine kleine Tochter, die gerade auf die Welt kam und der Vater saß in Hamburg.
00:02:29: und aus der Konstellation heraus habe ich gedacht ach gehe ich mal aus der Wissenschaft raus vielleicht für eins zwei Jahre.
00:02:37: das ist mittlerweile vierzehn fünfzehn Jahre her und es hat mich nicht mehr ganz in die Wissenschaft hineingezogen kann man sagen Hochschulen Forschungseinrichtungen beraten und habe immer mehr Themen eigentlich dazu genommen, und hab dann innerhalb der Zeit in verschiedenen Stationen gearbeitet.
00:02:57: Und am Ende des Tages ist es jetzt eben die Position der Director Science Public Talent und Education – also die Bildungsthemen Themen, die den öffentlichen Dienst betreffen und auch Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.
00:03:15: Und seit... ...zweitausend vierundzwanzig, ich muss mal kurz überlegen jetzt vor zwei Jahren bin ich eben dann in die Geschäftsführung von Academics unserem Karriereportal auch noch mit eingestiegen.
00:03:26: Ich habe zwischenzeitlich immer mal wieder noch verschiedene Initiativen gegründet.
00:03:30: also bin doch in Haus bei uns Gründerin eines Frauen Fellowships für Wissenschaftlerinnen.
00:03:36: Also das Thema Sichtbarkeit Frauen in der Wissenschaft und Führung, das sind Themen die mich schon immer bewegen.
00:03:43: Ich habe auch einen Lehrauftrag parallel immer mal wieder gemacht also auch immer wieder in die Wissenschaft reingehüpft und mal das was ich jetzt beruflich mache auch wieder zurückgegeben ins System bin mit dem Thema Wissenschaftskommunikationen sehr breit unterwegs.
00:04:00: Also wie erreicht man eigentlich verschiedene Zielgruppen?
00:04:04: Das sind dann so Bälle die da alle mit dazu gehören.
00:04:06: aber Das würde vielleicht jetzt auch zu weit auseinandergehen.
00:04:10: Und das Thema Talente, dass ist vielleicht das was da immer wieder drinsteckt?
00:04:14: Am Ende des Tages geht es bei Wissenschaftskommunikation sehr oft um die Frage von wie begeister ich Menschen für das Thema Wissenschaft.
00:04:23: und das fängt eben schon ganz früh an Beim Thema Wissenschaftskommunikation für Kinder, dann geht es aber ganz schnell in das Thema Studierendengewinnung auch ein.
00:04:34: Da ist die Zeit sehr stark mit Hey-Studium und auch mit vielen Angeboten, die wir für die Hochschulen machen damit sie die richtigen Studierende bekommen.
00:04:43: Und dann der Frage eben der wissenschaftlichen Karriere oder der Karrierauserheit von Akademia.
00:04:49: Und da kommt eben dieses Thema der Talente zusammen was immer auch einen Parallelstrang in meinem.
00:04:57: Lebenslauf war.
00:04:59: Ja, danke dir für die Vorstellung.
00:05:02: Das erklärt auch so ein paar Dinge, die ich in der letzten Woche, als ich mich auf heute vorgereitet habe, gefunden habe.
00:05:11: und einen Punkt den würde ich jetzt ganz gerne direkt mal etwas andocken was du gerade gesagt hast weil es geht ja heute, hat das uns schon einmal erwähnt um das Thema öffentlicher Dienst und speziell öffentlicher Dienste als Arbeitgeber.
00:05:24: aber du sparst grade von Themen die bei mir sehr stark einen Zitat andocken, was ich von diese gefunden habe.
00:05:31: So ungefähr lautete das in einer Welt von Informationen da wird nicht Wissen entscheidend sein sondern die Fähigkeit Wissen einzuordnen und Orientierung zu schaffen.
00:05:42: Und wenn ich das jetzt mal so im ganzen Kontext vom KI etc.
00:05:46: sehe warum ist für dich diese Fähigkeiten heute so entscheidender?
00:05:52: Also wir erleben ja zunehmend dass jeder und jede jede Information veröffentlichen kann, rauspusten kann und das ist auch in dieser Masse an Informationen die uns seit generative KI jetzt noch mal dazu gekommen ist.
00:06:13: Noch mehr beschäftigt mit dem ganzen AI-Slog nennt man es ja der da jetzt gerade so über uns drüber schwillt Wird es ganz schwer zu sagen, wo sind eigentlich verlässliche Informationen zu finden?
00:06:31: Und was ist verlässlich?
00:06:33: und worauf kann ich mich auch verlassen.
00:06:36: Man kann Dinge sehen die so nie stattgefunden haben.
00:06:40: das gab's bei Fotos auch schon aber dass passiert jetzt in Video- und in Echtzeit und verdammt gut mit Stimmen die man kennt.
00:06:49: also wenn man das mal weiter denkt das ist ja schon etwas eine neue Qualität ist.
00:06:55: und die eigentliche Herausforderung, die sich daraus für mich ergibt es nicht mehr bestimmte Informationen zu finden.
00:07:03: Man wird jede Information finden, die man finden will sondern zu fragen ist die verlässlich?
00:07:08: wo kommt sie eigentlich her?
00:07:10: Und welche Interessen stehen auch dahinter?
00:07:13: und als Medienhaus ist das natürlich auch etwas was uns sehr umtreibt und genau das bedeutet für mich eben auch Kuratierung.
00:07:22: also Wie können Informationen eingeordnet werden, weil ohne Einordnung kann eben Manipulation passieren.
00:07:30: Kann Verunsicherung passieren und das hat wieder Einfluss auf unser aller Zusammenleben und auch demokratische Prozesse.
00:07:38: Und am Ende des Tages geht es ja immer darum dass Menschen eine gute Entscheidungsgrundlage haben für ihre Entscheidungen die sie treffen.
00:07:47: und deshalb würde ich sagen Die Einordnung von Wissen, dass es das und was es eigentlich geht.
00:07:52: Wissen finden ist nicht mehr die Herausforderung.
00:07:57: Welche Rolle hat in dem Kontext deiner Meinung nach der öffentliche Dienst wenn er überhaupt eine hat?
00:08:01: In diesem ganzen Orientierungskontext den du gerade ansprichst
00:08:06: Ich finde öffentliche Institutionen unter öffentlicher Dienst ganz breit gefächert Und auch in dem Verständnis in dem ja auch amtlich voran und wir mit dieser Initiative den öffentlichen Dienst auch verstehen, die schaffen Verlässlichkeit.
00:08:23: Und sie haben für mich auch immer diese Rolle des Maßes an Neutralität jenseits von persönlichen Profit oder auch Profitstreben und persönlichen Interessen und individualen Interessen.
00:08:35: Also im Öffentlichendienst geht es in der Regel darum, dass auf das Gemeinwohl und auch auf Leistungen für die Gesellschaft ausgelegt ist, diesen auch dienen soll.
00:08:53: Und eben nicht individuellen oder wirtschaftlichen Vorteil für sich selbst erwirtschaftet so.
00:09:01: Damit diese Rolle erfüllt werden kann braucht es eine breite gesellschaftliche Unterstützung.
00:09:08: Nur wenn die öffentlichen Institutionen eine Basis von Unterstützung haben, können sie auch ihre Rolle sozusagen einnehmen und dann für das Gemeinwohlsorgen.
00:09:19: Und diese Unterstützung entsteht nicht automatisch.
00:09:21: Das heißt ich würde einerseits sagen der Öffentliche Dienst und all das was damit zusammenhängt steht an der einen Seite und ist angewiesen darauf dass es sozusagen verlässliche Informationen gibt Aufklärende nenne ich jetzt mal Informationen und auch eine gewisse Transparenz.
00:09:42: Auf der anderen Seite ist es auch so, dass die öffentliche Dienst- und öffentliche Institutionen selbst immer wieder transparent machen.
00:09:49: Was gilt?
00:09:50: Worauf kann ich mich verlassen?
00:09:51: Was sind die Regelungen?
00:09:52: Was stehen die Richtlinien dahinter?
00:09:55: Und warum werden bestimmte Entscheidungen getroffen?
00:09:58: Und ich glaube, das ist ein Zusammenspiel was ganz wichtig ist und wo auch Kommunikation eine ganz breite Rolle spielt.
00:10:05: Also wie werden Entscheidungen nachvollziehbar?
00:10:10: In diesem Sinne sind da für mich eben Hochschulen aber auch Behörden Verwaltung, Wissenschaftseinrichtung so vermittelnde Institutionen und auch Orientierung stiftende Institution.
00:10:23: Ähnlich wie Medien die sich aber natürlich sozusagen extern sehen und einen kritischen Blick drauf werfen finde ich ist es die Rolle eben der des öffentlichen Dienstes dieses bestimmte Maß an Qualität und Transparenz zu sichern unabhängig von einzelnen Profit.
00:10:40: Und das finde ich isst auch die große Herausforderungen.
00:10:42: oder Das ist auch das, was man sieht.
00:10:44: Wenn es eigentlich erodierende staatliche, also in anderen Ländern Verwaltungen gibt oder wenn da persönlicher Profit immer stärker eine Rolle spielt dann schwindet eben dieses Gemeinwohlinteresse und dann ist es für die Demokratie aus meiner Perspektive eine Herausforderung.
00:11:02: Also dass was du sagst Da ist ja viel drin Was ich mal mit Ich habe mich notiert Verlässlichkeit durch Konstanz bezeichnen würde Auf den Zug ausspengt morgen auf denen.
00:11:15: Gleichzeitig ist es aber so, wenn wir jetzt mal den Blick ein bisschen von der Institution öffentlicher Dienst zu den Menschen im öffentlichen Dienst drehen bedarf es ja gleichzeitig das sehen wir auch an vielen Veränderungsprozessen und Initiativen und in dem öffentlichen Dienst baus aber auch einer gewissen Fähigkeit Veränderung voranzutreiben in diesen Institutionen.
00:11:38: und du hast das mal In einem Punkt habe ich mal im Zusammenhang mit ihrem Begriff gelesen ChangeMaker für die Gestaltung des Gemeinwesens.
00:11:47: Was müssen denn solche ChangeMakers, die sagen wir so den öffentlichen Dienst von morgen prägen?
00:11:55: Das sind also die Hauptkompetenzen, die dieses Menschen mitbringen müssen.
00:11:58: Also grundlegend würde ich erst mal sagen, Menschen im öffentlichen Dienst müssen nicht immer die schnellste Antwort haben aber sie müssen eine glaubwürdige, eine faire und auch eine verlässlich begründete Antwort haben.
00:12:09: das ist mal so das was Ich vorwegstellen will.
00:12:14: Und dann der Changemaker.
00:12:18: Wir haben im Rahmen des Zukunftskongresses den Studiengang Public Management der Hochschule Darmstadt ausgezeichnet.
00:12:27: Und das war tatsächlich so ein Punkt, wo wir uns mit dem Thema was brauchen eigentlich Changemaker?
00:12:32: beschäftigt haben und mich hat damals sehr überzeugt dass dieser Studiengang gesagt hat Wir brauchen eigentlich nicht nur Public Management Kompetenzen und müssen wissen welche rechtlichen Grundlagen gelten oder welches Fachwissen ich brauche, um in der Verwaltung zu sein.
00:12:53: Sondern zu sagen Ich brauche die zentrale Fähigkeit mit Unsicherheit, mit Komplexität und mit Veränderung umzugehen – das kann ich auch lernen!
00:13:04: Und deswegen würde ich sagen ein Mensch oder eine Person, die in der öffentlichen Verwaltungen arbeitet, muss auch eine gewisse Form von Rollenreflektion haben.
00:13:16: Also wann bin die Bürokratin, Bürokrate und muss bestimmte Regeln durchsetzen.
00:13:26: Wann bin ich aber auch Managerin?
00:13:28: Und muss etwas nach vorne entwickeln?
00:13:31: Wann Bin Ich vielleicht doch auch Unternehmer?
00:13:33: Auch wenn ich vorhin gesagt habe es geht nicht darum individuellen Profit zu erwirtschaften.
00:13:39: Aber wann bin ich auch unternehmerisch unterwegs weil ich begrenzte Budgets beispielsweise habe und gucken muss wie ich diese begrenzten Budgets bestmöglich einsetze.
00:13:50: Wann bin ich vielleicht auch Planerin und denke weit in die Zukunft?
00:13:55: Und wann muss sich realistisch im Krisenmanagement irgendeine aufkommende Krise gerade akut händeln?
00:14:04: also all das sind ja Themen, die im öffentlichen Dienst eine Rolle spielen können und ich glaube dieses hohe Maß an Komplexität, die die Welt uns einfach gerade mitgibt Also, die ist ja nicht frei ausgesucht.
00:14:17: Wollen wir in einer komplexen Welt leben?
00:14:18: Ja oder nein, sondern sie ist nun mal komplex und in dieser Welt braucht es eben die Orientierung und dazu muss ich eine hohesmaß an Rollenreflektion haben.
00:14:30: Da kann man direkt so ein bisschen was von ableiten, wie anspruchsvoll eigentlich dann Rollen letzten Endes im öffentlichen Dienst sind.
00:14:38: Hat direkt etwas mit Talentgebindungen zu tun führt uns auch sehr nah an unsere Initiative die am Ende ja steht für Digitalisierung, Talentgewinnung und Arbeitgeberattraktivität im öffentlichem Dienst.
00:14:50: Lass uns mal über die drei Themen sprechen.
00:14:52: Wie siehst du die im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit öffentlicher Institutionen und aber auch im Hin Blick auf die Arbeitgebenden Perspektive?
00:15:04: Also Digitalisierung, Talentgewinnung, Arbeitgeberattraktivität – ich würde sagen, Digitalisierung ist ja erstmal so wie die Komplexität der Welt.
00:15:15: eine ist Beschreibung unserer Welt, also technologischer Fortschritt hat dazu geführt dass Prozesse digitalisiert werden können und eben nicht mehr analog von A nach B verlaufen sondern digital verlaufen.
00:15:29: Also da würde ich sagen das ist einfach eine Wahrnehmung der Welt die ist digital und das führt dann natürlich dazu dass auch Prozesse digitalisiert werden können und Strukturen digitalisiert.
00:15:43: Das ist ja das, was im öffentlichen Dienst gerade viele Institutioneneinrichtungen beschäftigt – nämlich die Frage von wie können wir eigentlich das, das wir bisher vielleicht auf eine andere Art und Weise gemacht haben, bestmöglich digitalisieren?
00:15:59: Und vielleicht sogar nicht nur das Digitalisieren Analog gemacht haben, sondern schon Schritt weiter zu gehen und uns wirklich mal mit den Prozessen zu beschäftigen.
00:16:08: Und zu fragen kann man die vielleicht nochmal ganz anders machen also auch Neugier hineinzubringen.
00:16:14: Wenn ich jetzt aber Menschen in meinen Institutionen habe bei denen es über lange Jahre – und ich würde nicht sagen in den letzten Jahren, aber vielleicht so vor zwanzig, dreißig Jahren eher darum ging, wirklich Dinge sehr strukturiert analog abzuarbeiten Haare ich einfach Menschen, die jetzt eine andere Art des Arbeitens mitgehen sollen.
00:16:39: Und das ist die Transformation und der Wandel in der wir uns gerade befinden.
00:16:47: Da kommt für mich das Thema Talentgewinnung und Arbeitgeberattraktivität zusammen, dass man eben sagen kann... Also eine Organisation ist ja erstmal nicht automatisch attraktiv, nur weil sie digitale Prozesse oder digitale Strukturen hat.
00:17:02: Im Gegenteil meistens wenn digitale prozess eingeführt werden ruckelt es richtig!
00:17:07: Weil dann nämlich klar wird was vorher nicht so klar war und die Maschinen nicht so klug sind.
00:17:15: Es gibt aber da jetzt gute Voraussetzungen, dafür auch nochmal andere Talente anzuziehen die nämlich gerade vielleicht erwarten dass sie in einer digitalen Welt arbeiten weil Sie es gar nicht mehr anders kennen.
00:17:26: Und da kommt eben diese Verbindung zu Arbeitgeberattraktivität.
00:17:30: und ich finde Arbeitgebertaktivität bedeutet ja immer wiederum ein hohes Maß an Reflexion wer bin ich eigentlich?
00:17:37: Wofür stehe ich eigentlich?
00:17:38: was kann ich und das kann ich vielleicht noch nicht?
00:17:42: Und wo wollen wir eigentlich hin und mit der Vision zu pitchen um Menschen, die diesen Weg gerne mitgehen wollen?
00:17:49: Da kommt ja dann so ein Fit, der wiederum passt.
00:17:53: Deshalb finde ich Arbeitgeberattraktivität bedeutet für den öffentlichen Dienst dass Menschen, dass ihre Arbeit vielleicht auch flexibler und effizienter wird, damit sie noch besser agieren können im Sinne des Gemeinwohls.
00:18:16: Und dann auch sich eigentlich auf die Aufgabe konzentrieren können, die sie meistens antreibt – nämlich einen gesellschaftlichen Mehrwert zu leisten!
00:18:26: Also Digitalisierung würde ich dann als Nicht nur Herausforderungen, sondern absolute Chance sehen für den öffentlichen Dienst.
00:18:33: Wenn sie funktioniert dann muss ich mich nicht mehr mit Dingen beschäftigen, mit denen ich mich ja eigentlich vielleicht gar nicht beschäftigen will und das ist wiederum dann entscheidend um die richtigen Talente zu gewinnen und wichtig finde ich bei Talentgewinnung.
00:18:49: darum geht es nicht nur dabei geht es.
00:18:52: Es geht nicht nur um den Einstieg in der Talentgewinnung oder den Berufseinstieg, sondern auch darum Menschen anzusprechen die sowieso aller Altersgruppen sind aber die vielleicht auch unterschiedliche Erfahrungshorizonte mitbringen.
00:19:08: Und bei den Hochschulen merkt man das verstärkt im Bereich der HAWs, der Hochschulverangewandte Wissenschaften, die ja sehr viel stärker sich jetzt schon mit Wirtschaftsunternehmen vernetzen was ihre Talentgewinnern angeht.
00:19:23: Dass wir sehen, auch bei Institutionen Fraunhofer war ja schon in diesem Podcast.
00:19:29: Es ist ja ähnlich aber auch im öffentlichen Dienst dass man viel stärker auch vernetzend unterwegs ist Wandler zwischen sektoren Quereinstieg forciert um diese Menschen die mit Neugier und digitalen Kompetenzen Gemeinwohl gestalten wollen, um die wirklich anzusprechen.
00:19:52: Da war jetzt echt viel drin!
00:19:53: Ganz viel drin was uns auch bei Amtlich voran bewegt.
00:19:58: Bevor wir gleich zum Abschluss nochmal explizit auch amtlich voren kommen.
00:20:03: Bei einem Punkt bin ich so ein bisschen hängen geblieben beziehungsweise den habe ich bei der Vielzahl der Themen etwas vermisst aber da würde ich ganz gerne noch mal reinhaken das Thema Führungen Weil ich glaube auch, oder ich würde jetzt mal prognostizieren.
00:20:19: Also ich habe noch nie mehr für den Dienst selber gearbeitet aber Ich werde mal proknostizieren und das ganze Thema Führung muss sich sicherlich ändern.
00:20:26: im öffentlichen Dienst Hat sich vielleicht doch schon ein Stück geändert.
00:20:30: Aber wie würdest du dieses Thema denn sehen?
00:20:32: Und dass vielleicht auch in dem ganzen Kontext mit einem Thema was ja auch In der freien Wirtschaft sehr viel kommuniziert wird in den letzten Jahren?
00:20:42: Das ganze thema female leadership Kommt dem dann da auch noch mal eine besondere Rolle zu.
00:20:48: was deiner Sicht?
00:20:49: Veränderung gelingt vor allen Dingen, wenn Menschen verstehen warum eine Veränderungen notwendig ist und wenn sie dann vertrauen in den Prozess und auch in die handelnden Menschen haben.
00:21:00: Und ich glaube dieser Vertrauensbegriffes ganz zentral beim Thema Führung weil Führungen In einer komplexen Welt wo ich selbst nicht weiß wo es hingeht Orientierung geben muss Verantwortung ermöglichen muss und Prioritäten gesetzt werden müssen.
00:21:20: Der öffentliche Dienst hat sehr lange in zumindest einigen Feldern so agiert, dass Vermärke weitergegeben wurden und jeweils eine höhere Führungsebene Verantwortung für die darunter liegende Führungs-Ebene übernommen hat aber alles sozusagen erst oben dann wieder am Ende des Tages entschieden wurde und dann wanderte es wieder zurück.
00:21:47: Und das ist, glaube ich in einer Zeit, in der die Welt sich sehr schnell dreht keine Form von Führung mehr, die funktioniert weil ja auch die einzelnen Ebenen gar nicht so genau wissen was richtig und was falsch ist.
00:22:03: Das heißt Führungen hat mehr und mehr die Aufgabe Orientierung zu geben und die Prioritäten zu setzen auf jeder Ebene möglich zu machen, weitestmögliche Verantwortung.
00:22:14: Und diese Richtung den anderen zu zeigen und sie mitzunehmen – also wie so ein Aufbruch in unendliche Weiten.
00:22:26: wenn man Star Trek gut findet kennt man das, man fliegt mal los und weiß aber noch nicht genau wo man ankommt, aber man ist jederzeit ansprechbar und trotzdem versucht man alle zu befähigen selbst ihr Bestmögliches zu geben.
00:22:40: Ich glaube das und ein Abgeben von Kontrolle, dass ist im öffentlichen Dienst etwas was eine Kulturwandel ist.
00:22:48: Das ist in vielen Einrichtungen schon passiert.
00:22:53: also ich glaube auch das ist ganz wichtig zu betonen dieses Bild des öffentlichen Dienstes ist es dort noch sehr stark.
00:23:03: Kontrolle wenig Vertrauen ist.
00:23:07: Ich würde sagen, das ist nicht meine Realität die ich wahrnehme in der Zusammenarbeit mit den Institutionen aber es bekommt jetzt eine Art von Dynamik, die wirklich auch das Führungsverständnis verändern wird.
00:23:18: und dann bedeutet gute Beführung eben nur des Schaffen eines Rahmens in dem Menschen dann eigenständig handeln können Und auch Fehler machen dürfen Unsicherheiten offen angesprochen werden können breite Vertrauen der Gesellschaft, von dem ich am Anfang gesprochen habe.
00:23:41: Je kritischer die Gesellschaft auf den öffentlichen Dienst guckt umso schwerer ist es Fehler zu machen.
00:23:48: und da kommt glaube ich hinzu dass der öffentliche Dienst so nah an der Politik ist und das dann doch das Thema macht irgendwann wieder eine Rolle spielt und das ist nicht ganz einfach.
00:23:59: Das heißt im öffentlichen Dienst ist es wichtig Leitbilder für Führungskräfte, ein Thema was in fast jeder Institution gerade abläuft also große Projekte laufen.
00:24:13: Dass man sich damit beschäftigt wie wollen wir eigentlich führen?
00:24:16: Wo geht es für uns hin?
00:24:18: und ich glaube schon auch dass das sich verändern wird.
00:24:21: Und jetzt hattest du noch nach female leadership gefragt.
00:24:24: Das ist ein Thema das mir ja durchaus wichtig ist aber... Ich glaube, viel mehr Ledership kann natürlich Impulse setzen.
00:24:32: Aber nicht weil Frauen besser führen als Männer.
00:24:35: also es gibt gute weibliche Führungskräfte und gute männlichen Führungskräfte unter Zwischen sehr Vieles.
00:24:44: ich glaube aber vielfältige Führungen Perspektiven bereichern Organisationen und Institutionen Und Frauen bringen andere Erfahrungen und andere Zugänge mit in Entscheidungen Und wenn unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden, dann profitiert die Organisation.
00:25:06: Bei Frauen und Männern ist es nur so plakativ, weil man eben weiß dass die Verteilung noch bei Weitem nicht da ist wo man sich bei einer Normalverteilung in der Gesellschaft vorstellen würde.
00:25:18: aber das betrifft ganz viele andere Gruppen gesellschaftliche Gruppen genauso.
00:25:24: also deshalb würde ich sagen eine Frage von Female Leadership, sondern von einem diversen Führungsstil und Diversentführungsverständnis.
00:25:35: Danke für deine Einschätzung!
00:25:36: Also finde ich absolut nachvollziehbar diese Sichtweise.
00:25:42: Wenn man jetzt über diesen ganzen Begriff öffentlichem Dienst nochmal nachdenkt und dann Zeitverlagsgruppe... Man erkennt ja nur was dich da sehr intensiv quasi Job- und Hintergrund mit auseinandergesetzt.
00:25:57: Aber das allein riecht ja wahrscheinlich aus, um zu sagen wir machen bei dieser Initiative mit als Institution jetzt in dem Fall Zeitverlagsgruppe.
00:26:04: Was sind so für euch die Gründe hiermit am Start zu sein und was glaubst du?
00:26:09: welchen Beitrag kann eine Initiative wie Amtlich voran überhaupt für einen öffentlichen Dienst leisten?
00:26:17: Ja Du hast es schon gesagt also wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit Wissenschaft, Mit Bildung auch Politik gesellschaftlicher Veränderung.
00:26:28: Und für uns ist unser Engagement im Kontext von amtlich voran daran anknitzend, also mit einer starken DNA die immer schon das Thema Köpfe und Talente auch mit sich getragen hat.
00:26:46: Also der Stellenmarkt in der Zeit ist glaube ich achtzig Jahre alt mittlerweile so alt wie die Zeit selbst.
00:26:54: Das heißt wir möchten schon da Dinge zusammenbringen und sichtbar machen.
00:27:01: Und unsere breite Öffentlichkeit, also wir erreichen bei alle unsere Touchpoints, zwanzig Millionen Menschen – also natürlich nicht nur mit der Zeit sondern mit all dem was wir so tun und dass wir einfach das nutzen und dafür einsetzen auf diesen Bereich hinzuweisen weil er so wichtig ist.
00:27:24: für unser aller Gelingen Also auch für Unternehmerisches gelingen ist es so wichtig, dass wir einen stabilen Staat haben.
00:27:32: Dass wir eine Demokratie haben und amtlich voran ist für mich ein Baustein von Demokratiebildung.
00:27:37: auch also beste Talente für den öffentlichen Dienst gewinnen Und das möchten wir sichtbar machen und möchten zugleich auch zeigen wie viel da gestaltet und auch Innovation passiert Und damit meine ich nicht nur technologische Innovation, sondern auch gesellschaftliche Innovationen.
00:27:58: Der öffentliche Dienst und die öffentliche Institution stehen zwar vor großen Herausforderungen im Hinblick auf Fachkräftegewinnung aber gleichzeitig gibt es wahnsinnige Chancen dort Dinge auszuprobieren als Vorreiter in einem geschützten Raum auszuprobieren ein Schwung in andere Felder oder in andere Sektoren geben kann.
00:28:25: Und das passt eben zu uns und als Zeit Verlagsgruppe, diese unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen – Institutionen, die Beschäftigten dann auch die Medien, die Menschen, die dann wiederum in diesem System Interesse haben daran.
00:28:49: Das ist eben das, warum wir uns beamtlich voran auch mit beteiligen wollen und gute Beispiele sichtbar zu machen um zu zeigen was schon funktioniert.
00:28:59: Wir sehen ja jeden Tag was schon tolles funktioniert und sind selbst die größten Fans des öffentlichen Dienstes und das auch noch mal stärker in die Breite zu tragen.
00:29:09: dafür so eine Initiative glaube ich sehr geeignet.
00:29:12: In der Entwicklung von amtlich vor an haben wir viel überlegt und ausgelotet.
00:29:18: Wofür liefern wir damit einen Beitrag und dass da tatsächlich auch, oder ist eines unserer Anliegen.
00:29:22: Und dass das jetzt hier so bestätigt wird, freut mich total.
00:29:27: Ich fand übrigens auch den Satz sehr schön man fliegt mal los und weiß nicht genau wohin.
00:29:31: Er explodiert ja auch damit und es fliegen dort zusammen.
00:29:35: Das finde ich super.
00:29:36: Ja, kann ich sagen, solange viele Leute mitfliegen, ist immer das Richtige!
00:29:42: Ja, mitfliegen.
00:29:44: Mitfliegen nach Berlin am ersten Zehnten zum Amtlich voran Forum!
00:29:47: Das ist natürlich jetzt hier das Stichwort.
00:29:49: Ich freue mich sehr dass wir uns da treffen.
00:29:51: lieber Hannah du bist dann mit Julian Schmidt Kollegin von dir am Start auf einer Zeit Verlagsgruppe und es wird ein Panel geben dort zu dem Thema Zu langsam für die Talente von morgen Personalgewinnung und Bindung im digitalen Zeitalter.
00:30:07: Freue mich schon sehr drauf.
00:30:09: Und für alle, die jetzt sagen Forum-Panel.
00:30:12: Wo gibt's denn da die Infos?
00:30:13: Geht einfach auf die amtlich voran de Seite.
00:30:16: Da findet ihr alle Informationen dazu.
00:30:18: und Ja, wir freuen uns.
00:30:20: Ich glaube das kann nicht stellvertretend für uns drei sagen sehr wenn wir euch dann da persönlich begrüßen dürfen.
00:30:26: jetzt erst mal herzlichen dank lieber hannah und auch lieben dank steffan dass ihr hier mitgemacht habt und wir haben dich voran meine weitere podcast folge gemeinsam ergänzt haben viel spaß gemacht.
00:30:39: danke euch auf jeden fall.
00:30:40: es hat mir auch großen spaß.