amtlich voran: ATS Einführung bei der Stadt München mit SUSANN SCHMID

Shownotes

In dieser Episode des amtlich voran Podcasts spreche ich mit Susann Schmid, Leiterin des Kompetenzcenters Personalgewinnung und Marketing bei der Landeshauptstadt München.

Nach vielen Jahren in der Personalberatung und im Executive Search wechselte Susann 2019 zur Stadt München – mit einer klaren Mission: die Personalgewinnung modernisieren und konsequent an den Bedürfnissen von Bewerbenden und Fachbereichen ausrichten.

Seitdem hat sich einiges getan! Aus klassischen Verwaltungsprozessen wurde ein moderner, cloudbasierter Recruiting-Prozess, der Personalgewinnung, Onboarding und Personalentwicklung miteinander verbindet.

Ein Satz von Susann ist mir besonders hängen geblieben:

„Aber nur eine Software allein, die eingesetzt werden soll oder implementiert werden soll, die schafft noch kein gutes Recruiting.“

Über diese drei Themen haben wir unter anderem gesprochen:

🚀 Vom Stellenbesetzen zum aktiven Recruiting

Wie schaffst du es, aus einer eher passiven Verwaltungsaufgabe eine moderne, bewerberorientierte Personalgewinnung zu machen – und dabei die besonderen Anforderungen des öffentlichen Dienstes zu berücksichtigen?

☁️ Warum digitale Transformation vor allem Menschen braucht

Wie die Landeshauptstadt München mit SAP SuccessFactors ihre Recruiting-Prozesse neu aufgestellt hat – und warum klare Verantwortlichkeiten, Rückendeckung durch die Führung und interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidender sind als die Software selbst.

🤖 KI, Skills und die Zukunft der Personalgewinnung

Von KI-gestütztem Skill-Matching bis zum Talent Intelligence Hub: Erfahre, wie München die nächsten Schritte im Talentmanagement angeht und warum echte Transformation niemals abgeschlossen ist.

🔗 Weiterführende Links

LinkedIn: Susann Schmid – Landeshauptstadt München

Landeshauptstadt München – Karriereportal

🎧 Du willst wissen, wie moderne Personalgewinnung im öffentlichen Dienst wirklich funktioniert?

Dann ist diese Episode genau richtig für dich! Susann gibt spannende Einblicke in die Recruiting-Transformation einer der größten kommunalen Arbeitgeberinnen Deutschlands – inklusive Herausforderungen, Erfolgsfaktoren und einem Ausblick auf die Rolle von KI.

Jetzt in den amtlich voran Podcast reinhören und inspirieren lassen!

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amtlich voran Spotify Playlist mit allen bisherigen Episoden

amtlich voran ist eine Initiative von EMBRACE sowie der ZEIT Verlagsgruppe.

Transkript anzeigen

00:00:08: Amtlich voran.

00:00:08: Der Podcast über Digitalisierung, Arbeitgeberattraktivität und Talentgewinnung im öffentlichen Dienst.

00:00:17: Hallihallo und herzlich willkommen zum amtlich-voran-Podcast!

00:00:21: Ich freue mich auf das heutige Thema.

00:00:23: Eines meiner Steckenpferde ist ja Recording seit jeher.

00:00:26: Und heute haben wir ein spannendes Thema.

00:00:28: es geht nämlich um die Transformation von Recruiting im öffentlichen Deems, diesmal am Beispiel der Landeshauptstadt München.

00:00:37: Und zur Gast ist Susanne Schmidt.

00:00:39: sie ist Leiterin des Kompetenzs in das Personalgewinnung und Marketing eben genau bei der Landeshauptstadt Münchel.

00:00:46: Susanne ich freue mich total dass du da bist.

00:00:48: herzlich willkommen!

00:00:49: Vielen Dank.

00:00:50: ich freu mich auch heute teilnehmen zu können.

00:00:53: Lass uns doch einfach mal mit dir selber loslegen.

00:00:55: wie bist du da gelandet wo du jetzt bist?

00:00:57: Du bist ja schon ein paar Jahre In deiner Funktion allerdings hast du vorher auch schon andere Dinge gemacht.

00:01:03: Erzähl doch mal!

00:01:05: Genau, also ich bin seit ersten Oktober... ...zwei-tausend neunzehn, also jetzt mittlerweile sieben Jahre bei der Landeshauptstadt München und habe viele Jahre davor in einer Personalberatung und im Executive Search gearbeitet für ganz unterschiedliche Branchen, für unterschiedliche Unternehmen und Organisationen tatsächlich auch für öffentliche Organisationen und war da für die Suche und für die Auswahl von Positionen begonnen, vom unteren Management über alle Level bis hin tatsächlich auch zum Executive-Level.

00:01:37: Mit zuständig habe ich diese Besetzung begleitet und habe da tatsächlich sehr viel auch über HR Abteilung kennengelernt war dann an einem Punkt wo ich überlegt hab dass sich gerne auf die andere Seite wechseln würde um genau diese Erfahrung die ich gemacht habe nutzen zu können und Recruiting selber mit gestalten zu können also wirklich mit einem Blick auf das, was auf der einen Seite Bewerberinnen benötigen und auch wollen.

00:02:02: Aber auch gleichzeitig, was letztendlich auch die Kundenseite braucht.

00:02:07: Und muss sagen wenn ich an Recruiting denke – und es war tatsächlich immer schon so ein gutes Recruitting – dann geht mir das Herz tatsächlich auf!

00:02:14: Also das ist etwas, was mir wirklich Spaß macht und wo ich auch ein großes Interesse habe, das gut zu gestalten.

00:02:21: Und dann, wie gesagt, im Jahr zwei tausend neunzehn ergab sich tatsächlich die Möglichkeit, dann zur Landeshauptstadt München zu wechseln und genau daran zu arbeiten.

00:02:31: Der Auftrag war, die Tatsache war tatsächlich die Personalgewinnung mitzumodernisieren und tatsächlich stärker eben auf die Bedürfnisse der Bewerberbewerberinnen und natürlich auch auf den Fachbereich auszurichten.

00:02:43: Das hat mich total gereizt, weil natürlich Landeshauptstadt Münchchen sehr vielfältig, eine sehr breite Spektrum an Aufgaben hat und gleichzeitig dann auch letztendlich die Bedeutung der Stadt.

00:02:55: Also man gestaltet die Gewinnungsprozesse nicht für irgendeine Organisation sondern man trägt dazu bei dass man letztendlichen Menschen auch für diese Stadt gewinnt in der man selber lebt aber die man dann letztendliche auch wo man so ein Stückchen zurückgeben kann.

00:03:09: das fand ich super spannend und so bin ich bei der Landeshauptstadt München gelandet.

00:03:14: Toll, wie du das gerade erzählt hast.

00:03:16: Da steckt ein Dingel drin die ich sonst noch erfragt hätte aber man kann sich ja nur mal ganz Transparent machen.

00:03:21: also diese ganze Sinnfrage warum mache ich eigentlich das was ich tue?

00:03:26: Hast jetzt in der Fahrelei Hinsicht beantwortet.

00:03:29: also einerseits Menschen mit Arbeitgebern zusammenbringen, ist per se glaube ich schon was Schönes.

00:03:34: Das eint uns beide auch, das ist auch ein Grund warum mich nach wie vor eigentlich so ein Metier gerne arbeite.

00:03:40: aber das andere ist ja nochmal und das wäre sonst eine Frage gewesen.

00:03:43: Ja klar die Seiten wechseln aus der Beratung zum auf die Kundenseite.

00:03:47: ist es eine Aber in den öffentlichen Dienst für einen Stand ist immer das andere was auch das gerade schon erklärt weil die Sinne eben ja da noch mal ne Andere ist.

00:03:56: Wohnst du selbst in München?

00:03:58: bist du Münchnerin oder?

00:04:00: Ich wohne selber in München, ja.

00:04:02: Jetzt seit vielen, vielen Jahren, seit Jahrzeiten eines tatsächlich.

00:04:06: Aber ich komme gar nicht aus München.

00:04:07: Ich komme aus der Nähe von Dresden und bin dann über das Studium in Münchengelandet.

00:04:12: Hab hier meinen Mann kennengelernt.

00:04:14: Lebe hier mit meinem Mann und meinem Sohn zusammen.

00:04:18: habe mich darüber hinaus schon immer gerne auch sozial engagiert.

00:04:22: Und natürlich, wenn man arbeitet und ein Kind hat gar nicht mehr so viel Zeit gehabt und hatte das Gefühl hier kann ich eigentlich beides vereinen.

00:04:29: also Ich kann sozusagen meinen Spaß am Recruiting und die Möglichkeit dann auch noch was Gutes für die Landeshauptstadt München Also meine vielleicht auch von der Daseinsfürsorge spricht Was Gutes tun weil wir besetzen ja wie gesagt wir suchen Von der Kinderkindererzieherin bis über Lehrer, bis ja Sozialpädagogen.

00:04:52: Also wir sind da sehr breit unterwegs und besetzen eigentlich oder helfen sozusagen auch die Landeshauptschritt München am Leben zu erhalten oder lebenswert zugestalten.

00:05:05: Und das ist sozusagen das Beste aus beiden Welten

00:05:08: was man hier macht.

00:05:08: Ja mega!

00:05:10: Kann ich total nachvollziehen?

00:05:11: Ich denke alle, die jetzt zuhören werden auch denken Jo Das hört sich wirklich nach länger an als nur noch einen Job und wenn man dich dabei sieht, dann glaubt man das sowieso nochmal dreimal mehr.

00:05:22: An der Stelle war natürlich die Frage du kommst aus der Beratung damals ja schon endlich hier Jahre her hast verdammt viel zu gestalten.

00:05:32: War das sofort so möglich?

00:05:33: Also bist du sofort in ein Umfeld gekommen wo das so gegeben war oder musstest du dir die Gestaltungsspielräume erst erarbeiten?

00:05:40: wie war das

00:05:41: also?

00:05:41: das war tatsächlich eher zweiteres.

00:05:43: also natürlich Der öffentliche Dienst hat das Image, dass Veränderungen nur schwer umsetzbar sind.

00:05:53: Und tatsächlich haben mich viele Dinge am Anfang auch überrascht, die ich mir leichter vorgestellt habe... Und letztendlich muss ich am Anfang die Erfahrung machen, wie Personalgewinnung vor allem aus einer Verwaltungssicht gedacht wurde.

00:06:12: Mir ist dabei ziemlich am Anfang auch dieses Wort Stellenbesetzer begegnet also Personalgewindungen.

00:06:19: Recruiting wurde hier als Stellenbesetzung bezeichnet und an diesem Wort bin ich auch hängen geblieben.

00:06:25: Und genau das hat eigentlich so dieses Rollenverständnis auch damals auch ziemlich gut dargestellt.

00:06:31: Also eine Stelle ist frei, ein Verfahren wird durchgeführt und am Ende wird eine Stelle besetzt.

00:06:37: also wirklich sehr passiv oder auch ein sehr passives Verständnis an der Aufgabe die ja eigentlich durch durch Eigeninitiative durch Empathie durch letztendlich Kommunikation eigentlich sehr aktiv ist.

00:06:50: und aus der Personalberatung war es natürlich gewohnt auf beide Seiten zu schauen, also nicht nur auf die Bewerberinnen sondern auch auf die Kundenseite.

00:06:59: Das war tatsächlich ein sehr ernüchternder Beginn bei der Landessubjet München und es war tatsächlich auch ein anfänglich schwerer Weg da letztendlich anzusetzen und versuchen diesen Prozess auch zu drehen und moderner zu gestalten.

00:07:20: Ja das ist glaube ich eine Situation, kennen, die den Arbeitgeber wechseln.

00:07:28: Passiert auch manchmal eine Privatwirtschaft und denkst du kannst ganz viel gestalten auf einmal musst du erst mal noch das kleine einmal eins abc nochmal lernen oder vielleicht auch weiter gehen.

00:07:40: Aber an der Stelle steckt auch was drin, das du gerade gesagt hast.

00:07:43: jetzt sind wir heute etliche Jahre weiter.

00:07:46: Ihr habt diese Transformation zu großen Teilen vollzogen.

00:07:50: so ganz abgeschlossen ist man ja nie mit den Themen.

00:07:52: es entwickelt sich ja immer weiter.

00:07:54: gleich noch darüber reden aber dieses ganze Thema ich gehe rein ich transformiere ich digitalisiere Und schaffe damit mehr Zeit für das eigentlich Wichtige, nämlich den Austausch zwischen dem Menschen.

00:08:09: Das hast du gerade schon so beschrieben und da muss ich schmunzeln weil das ja eine Geschichte ist an die ich selber total glaube dass Technologie gut eingesetzt eben dazu beiträgt dass man sich um das Eigentliche Wesentliche kümmern kann und nicht drüber nachdenkt.

00:08:25: wie mache jetzt Prozesse?

00:08:27: Ich erinnere mich noch bei mir vor vielen Jahren mein Erster Job war auch die Einführung eines Bewerbermanagementsystems Und das war damals so, dass Unterlagen noch kopiert wurden.

00:08:39: Also schriftlich kopiert worden und per Hauspost dann an die Abteilung Bewerbungsunterlagen und per Auspost an die Fachabteilungen geschickt wurden und natürlich wusste hinterher niemand mehr wo ist die Bewerbung gelandet?

00:08:50: Man kann sich mit sowas beschäftigen.

00:08:52: man könnte allerdings auch ein digitales System haben wo man auf Knopfdruck sofort sieht was es denn eigentlich passiert und man kann den Bewerber viel schneller auskunft geben etc.

00:09:02: So, die Ausgangsposition also so wie du es gerade skizziert hast.

00:09:07: Wie bist du dann vorgegangen und wie bist du vielleicht auch aus diesem Tal raus gekommen was du am Anfang sicherlich auch emotional so erlebt hast?

00:09:16: Genau, also es war tatsächlich keine Leistung von mir alleine.

00:09:19: Sondern das war eine gesamte Leistung.

00:09:21: Tatsächlich hatte ich denn das Glück dass generell die Personalarbeit bei der Landeshauptstadt München modernisiert und transformiert werden soll.

00:09:31: Dazu gab es ein Programm, ein Transformationsprogramm, das hieß NeoHR Und ein wesentlicher Teil eben von Neo-HA war auch die Einführung eines digitalen Bewerbermanagementssystems, tatsächlich nicht nur Bewerbermanagement-System sondern einer kompletten Talent Management Suite.

00:09:47: Die den gesamten Beschäftigungslebenszyklus in dem Mittelpunkt stellen sollte also von der Gewinnung über Onboarding, über die Personalentwicklung und das Learning diese bis... bis vor kurzem noch ein oder unabhängig oder einzeln gedachten Bereichen, dass die zusammengenommen werden müssen.

00:10:08: Weil natürlich eine Gewinnung ohne eine Entwicklung und auch eine Entwicklung ohne eine Personalgewinnung nicht gut funktionieren kann.

00:10:15: Diese Sachen müssen verbunden werden und als Ganzes betrachtet werden um wirklich den modernen Talentmanagement zu generieren.

00:10:24: Deswegen war das ein wesentlicher Bestandteil, der uns natürlich einen großen Antrieb gegeben hat.

00:10:29: Aber nur eine Software allein die eingesetzt werden soll oder implementiert werden soll, die schafft noch kein gutes Recruiting.

00:10:37: sie kann zwar letztendlich dann Arbeit abnehmen und Möglichkeiten eröffnen aber letztendling mussten wir auch klären wie wollen wir denn eigentlich arbeiten?

00:10:47: also was brauchen Bewerberin, was brauchen aber auch die Fachbereiche?

00:10:52: Also was brauchen die einstellenden Führungskräfte.

00:10:56: Welche Schritte sind in diesem Prozess notwendig?

00:10:59: Wer übernimmt welche Aufgabe oder muss wer wann auch eingebunden werden?

00:11:02: Wer darf überhaupt welche Entscheidungen treffen?

00:11:04: also genau diese Fragen mussten wir uns natürlich auch stellen.

00:11:10: im Zuge der Implementierung und im öffentlichen Dienst ist es natürlich nochmal Ist noch mal kommt nochmal ein besonderer Rahmen hinzu.

00:11:18: Also eine faire und nachvollziehbare, auch rechtssicherere Auswahl muss gewährleistet sein.

00:11:24: Und für Bewerbende ist natürlich aber entscheidend wie schnell und wie verlässlich letztendlich es auch für sie weitergeht.

00:11:31: Lange Wartezeiten im Recruiting – das wissen wir alle selber – die wir genau aufgrund dieses Prozesses hatten, den wir durchgeführt haben sind einen Bettbewerbsnachteil.

00:11:42: Das haben wir ganz klar gemerkt!

00:11:44: Deswegen war uns auch klar, wir müssen auch da schlank sein.

00:11:47: Wir müssen schnell sein und wie können wir das gewährleisten?

00:11:51: Und von daher mussten wir unsere Prozesse erst einmal überhaupt hinterfragen.

00:11:56: und auch über in der Frage warum sie so sind, wie Sie sind und warum eingebunden ist wer eingebundet ist und letztendlich auch wer die Verantwortung dieses Prozesses trägt, wer den überhaupt steuert.

00:12:06: und das waren tatsächlich eben nicht nur Fragen Wie implementiere ich eine Software sondern das waren Organisationsfragen.

00:12:14: dieser Einführung gelernt und nicht alles ist uns auch im ersten Anlauf gelungen.

00:12:17: Und wir mussten natürlich auch viele Kompromisse eingehen, um zu schauen was es im Alltag sinnvoll war.

00:12:25: Wir mussten nachsteuern.

00:12:27: Also von daher war's jetzt nicht nur, dass wir eine Software implementieren, sondern wir musten letztendlich eine ganze Organisation genau darauf ausrichten damit sie eben wissen, was wollen wir denn mit diesem neuen Recruiting-Prozess, mit dem modernen Recruitting-Prozesses tatsächlich erreichen?

00:12:44: Was du mir im Vorgespräch schon kurz gesagt hast, ihr wart die erste öffentliche Verwaltung.

00:12:49: Die in die Cloud gegangen ist mit so einem Thema.

00:12:53: das ist natürlich was, wo viele wahrer Beschützer der Denkweise das haben wir immer schon so gemacht also wirklich mit Fadern, wo man dann auch Gremien abholen muss sind die Daten denn dann überhaupt sicher?

00:13:06: Also ich kann meine ganzen Diskussionen wirklich vorstellen.

00:13:10: Was sind aus deiner Sicht Also Vorteile, das getan zu haben einerseits und dann andererseits.

00:13:17: Aber da können wir gleich tiefer draufzusprechen was sind überhaupt die Erfolgsvoraussetzungen wenn man so einen umfassenden Wandel startet?

00:13:24: Lassen Sie erstmal nochmal mit den Vorteilen einer Cloud-Lösung kurz noch mal einsteigen.

00:13:28: Der Schritt in die Cloud hat für uns eine gemeinsame Grundlage geschaffen, eine gemeinsamme digitale Grundlage um.

00:13:35: Das ist ja schon gesagt Recruiting Onboarding und auch weitere Bereiche wie die Personalentwicklung des Learning, also das gesamte Talentmanagement miteinander zu verbinden.

00:13:43: Was tatsächlich auch verbessert wurde oder auch in großer Mehrwert war ist die Zusammenarbeit zwischen dem Recruiting und den Führungskräften direkt.

00:13:56: Das war in der Vergangenheit tatsächlich nicht immer so dass das Recruitting direkt mit der einstellenden Führungskraft zusammengearbeitet hat.

00:14:03: Der Schritt in die Cloud der Standard, der Software die wir genutzt haben hat genau diese Verbindung aber vorgesehen.

00:14:11: Weil natürlich nur die Führungskraft weiß wen sie in ihrem Team braucht wer gut passt Wer letztendlich die Anforderungen mitbringt Aber auch das Entwicklungspotenzial um zukünftige Anforderung auch abdecken zu können.

00:14:25: Das war tatsächlich eine große Herausforderung aber tatsächlich ein großer Gewinn und den Prozess, den wir gestalten konnten.

00:14:34: Der ist einfach wirklich viel... Also ein schlanker Prozess ist der digital abläuft weitgehend medienprochfrei und wir sozusagen auch die Kommunikation den Ablauf darüber gestalten können.

00:14:46: Der es transparent, der ist nachvollziehbar, der es messbar so dass wir immer wieder schauen wo im Prozess sind wir denn vielleicht nicht gut?

00:14:54: Wo müssen wir optimieren?

00:14:56: Wir haben einen mit dem Schritt in die Cloud ein neues Handlungsfeld.

00:15:01: Der bedeutet, dass nicht nach der Zusage einen Kandidaten der Prozess endet sondern tatsächlich diese Zeit zwischen der Zusagen und dem ersten Arbeitstag auch noch mitleben füllt.

00:15:14: gerade das ist ja eine sehr heiße Phase.

00:15:16: mitunter wenn da keine Kommunikation stattfindet dann entsteht Unsicherheit vielleicht bei den Bewerberinnen beim Bewerbern Vielleicht gibt es im Hintergrund noch andere Angebote dann doch wieder in Betracht gezogen werden.

00:15:30: Also haben wir damit die Möglichkeit geschafft, auch da den Einstieg zu erleichtern.

00:15:34: und dann geht es weiter eben in Personalentwicklung, in Perspektiven auch schaffen, Mitarbeiter binden.

00:15:41: Und das konnte mir alles miteinander sozusagen vereinen.

00:15:46: und ein weiterer Vorteil ist tatsächlich auch das System in der Cloud entwickelt sich weiter.

00:15:51: Wir haben kein starres Software oder keine starre Software-Lösung, die wir benutzen Sondern es gibt regelmäßige Updates vom Anbieter hinsichtlich, natürlich auch wie sich der Arbeitsmarkt verändert.

00:16:03: Wie sich Technologien, siehe KI-Funktion letztendlich jetzt auch mit in Distributing hinein entwickeln und wir haben sozusagen ein System was mit den Anforderungen auch wächst, das wir auch aktiv weiter gestalten können und das ist natürlich ein großer Vorteil.

00:16:21: Super darfst du zum Anbieten etwas sagen?

00:16:23: Ich kann mir vorstellen, dass viele jetzt rüber denken.

00:16:25: Ja mit wem muss er das denn gemacht?

00:16:27: Das ist SAP Success Factors.

00:16:31: Das ist unsere Talentmanagement Suite.

00:16:33: Okay gut an der Stelle die zweite Frage, die ich dir eben gestellt habe.

00:16:39: Geh mal gleich nochmal drauf ein Erfolgsvoraussetzung!

00:16:42: Das ist ja glaube ich schon eine sehr grundlegende Frage.

00:16:46: wenn du jetzt zurückschaust Waren wir das geklappt?

00:16:49: Bei allen Widerständen, die überwunden werden mussten.

00:16:53: Vielleicht auch bei allen Rückschlägen, die man zwischendurch gehabt hat.

00:16:58: Genau wie hat es geklappt?

00:16:59: also ich glaube weil wir erstens ja wir wollten dass wir hatten den Mut glaub ich auch dazu diesen Schritt zu gehen.

00:17:09: Das war uns ganz wichtig und Wir hatten natürlich zum einen auch, sind wir an unsere Grenzen gestoßen mit der Gewinnung.

00:17:20: Das wir gemerkt haben, wir haben weniger Bewerber und die Qualität ist nicht gut.

00:17:25: Wir haben immer mehr Absprünge.

00:17:27: Wir können unsere Stellen nicht mehr gut füllen mit dem Personal was wir eigentlich brauchen.

00:17:33: Wir kann auch nicht sagen Was sind denn Potenziale von Beschäftigten?

00:17:38: Wie können wir sie entwickeln?

00:17:40: also all das war war nur bedingt möglich.

00:17:44: Talent Pulse an Talent Puls war zum Beispiel gar nicht zu denken.

00:17:48: und genau deswegen das war sozusagen der Antrieb, wir müssen besser werden wenn wir auf einem Wettbewerbsintensiven Markt wie München bestehen wollen.

00:18:00: Das ist das eine.

00:18:01: und dann natürlich auch wo wollen wir den hin mit unserem recruiting process?

00:18:04: was wollen wir erreichen?

00:18:06: Und da sich tatsächlich auch überlegen Welche Rollen gehören dazu?

00:18:10: Eine wichtige Voraussetzung ist tatsächlich, sich über den Recruiting-Prozess und die Rollen dazu frühzeitig klar zu werden.

00:18:16: Wer steuert dem Prozess?

00:18:18: Wer muss wann eingebunden werden?

00:18:20: Wer trifft welche Entscheidungen?

00:18:22: Und die Software nimmt diese Entscheidung nicht ab, das sind die Hausaufgaben, die man im Vorfeld machen muss.

00:18:30: Das war tatsächlich eine Erkenntnis, die wir, muss man auch ehrlicherweise sagen ... im Prozess gelernt haben und wo es sehr viele Diskussionen gab.

00:18:40: Natürlich die Rolle der Geschäftsleitung, die sich dadurch verändert hat wenn jetzt die Führungskraftaufgaben im Prozesse übernimmt aber auch die Einbindung der Personalvertretungen die sich auch geändert hat.

00:18:51: also man braucht auch die Personalvertreter in den Rücken die dabei ist.

00:18:55: Es brauchen starken Fachbereich weiß in welche Richtung wollen wir uns mit dem Recruiting bewegen.

00:19:02: Was sind unsere Ziele?

00:19:04: Es braucht dann natürlich auch die Verbindung zur IT, dass sozusagen das auch übersetzt wird – die Anforderungen, die wir im Fachbereich haben, dass die Schnittstellen funktionieren.

00:19:16: Also es braucht letztendlich ein interdisziplinäres Team mit einem hohen Engagement Und mit einer Vision, wo wollen wir uns hinentwickeln?

00:19:27: und auch dann ... Mit der Erkenntnis.

00:19:33: Das wird nicht immer leicht sein.

00:19:35: Während viele Diskussionen wird es geben.

00:19:37: Es wird Befindlichkeiten geben, es wird Sorgen geben, Ängste geben.

00:19:40: aber dieser Weg ist richtig!

00:19:42: Wir gehen den gemeinsam und dann braucht's natürlich die nötige Rückendeckung der Referatsleitung.

00:19:50: Genau, die hatten wir dann.

00:19:51: Gott sei Dank natürlich auch.

00:19:53: aber wir hatten auch den Mut diesen Weg zu gehen und ich glaube denen braucht es tatsächlich auch dass man Sachen ernsthaft auch hinterfragen möchte kritisch hinterfragen möchte und immer das Ziel vor Augen hat.

00:20:06: Jetzt seid ihr ja an einem Punkt angekommen, wo man sagen kann, großteil der Arbeit ist erledigt.

00:20:11: Ich habe eben schon gesagt es geht immer weiter weil Technologie entwickelt sich weiter.

00:20:15: Es gibt neue Möglichkeiten.

00:20:17: Wo steht ihr denn heute und was sind so die Themen, an denen ihr jetzt gerade so arbeitet?

00:20:22: Genau also der Becuttingprozess läuft sehr gut tatsächlich.

00:20:30: Aber wie gesagt, alleine mit einer Software hat man nicht einen Recruiting transformiert oder auf neue Beine gestellt.

00:20:38: Was wir tatsächlich auch machen und mit Blick auf die Software selber ist das wir natürlich auch schauen, wie entwickelt sich Recruitting?

00:20:45: Und wie können wir SuccessFactors also unsere TMS nutzen um diesen Weg mitzugehen, sprich zum Beispiel KI.

00:20:54: Wie ihr SuccessFort-Effectors wurde, oder die TMS hat zum Beispiel auch einige KI Funktionen zur Verfügung gestellt.

00:21:01: Die wir in unserer Testumgebung auch getestet haben.

00:21:04: das ist zum einen dass das Skill Matching nennt sich das.

00:21:10: Dabei unterstützt KI Erfahrung Fähigkeiten aus einer Bewerbung mit den Anforderungen der Stelle abzugleichen.

00:21:16: oder jemand kommt auf unsere Stellen, auf unser Stellenportal eine Reihe von Stellen anzeigen und ist sich jetzt unsicher.

00:21:22: Wo soll ich mich bewerben?

00:21:24: Also auch da eine Möglichkeit das KI-Fähigkeiten Qualifikation den Stellenangebot zuordnen kann.

00:21:30: Das waren einige Möglichkeiten, die SuccessFactors zur Verfügung gestellt hat und die wir dann natürlich auch getestet haben im gesamten letzten Jahr.

00:21:39: Und geschaut haben können wir dieses KI-Funktion für uns im Recruiting anwenden?

00:21:44: Natürlich immer im Rahmen mit dem Datenschutz mit der IT-Sicherheit weil natürlich KI im Recruting als Hochrisikobereich vom AI-Akt festgelegt wurde, aber das sind so Entwicklungen die wir gehen.

00:21:59: Also auch da haben wir den Mut zu schauen.

00:22:02: was bietet uns SuccessFactors an Technologien an wegen an Möglichkeiten und von daher ist die Transformation nie zur Ende sondern wir überlegen einfach weiter wie wir diese Talent Management Suite für unsere Bedürfnisse auch für die Zukunft West möglich gestalten können.

00:22:18: und auch ein wichtiges Projekt in dem wir aktuell arbeiten zusammen mit der Personalentwicklung ist die Erstellung eines Talent Intelligence Hubs, also einer Datenbank an Kompetenzen und Skills.

00:22:31: Die wir übergreifend nutzen möchten eben nicht nur in der Gewinnung sondern vor allem auch in der Personal-Entwicklung so dass wir auch als Stadt einen Überblick überhaupt haben.

00:22:42: auch welche Kompetenzen, welche Fähigkeiten haben wir denn bei der Stadt?

00:22:46: Welche fehlen uns?

00:22:47: Welchen müssen wir qualifizieren oder welche müssen wir extern einstellen.

00:22:51: Also so dass wir stärker nach Bedarfen auswählen können ob wir extern Einstellen oder die internen Mobilität letztendlich einfach stärker fördern müssen.

00:23:03: und das sind Entwicklungen die wir aktuell gehen was auch super spannend ist weil sozusagen dieser Weg diese Transformation auf der einen Seite nie zu Ende ist, aber wir letztendlich uns mit dem Markt und den Anforderungen weiterentwickeln können.

00:23:19: Hört sich mega spannend an!

00:23:21: Ich konnte jetzt auch eh mich weiterreden, allerdings sind wir schon am Ende dieser Episode angekommen Vielleicht mal irgendwann mal Teil zwei, wenn wir sozusagen dann rückblickend auf Einführung von KI-Themen schauen.

00:23:35: Jetzt seid ihr gerade da dran, testet das schaut wie sich das entwickeln kann.

00:23:39: spannende Zeiten.

00:23:40: ich danke dir erstmal ganz herzlich dass du so viele Einblicke gerade gegeben hast in die Transformation des Recruiting Prozesses bei der Landeshauptstadt München.

00:23:49: hat ganz viel Spaß gemacht liebe Susanne und weiterhin viel Spaß und Erfolg!

00:23:54: Danke, vielen Dank.

00:23:55: Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht und das stimmt wenn man einfach einmal anfängt dann könnte man stundenlang weiter reden.

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