SAATKORN

Transkript

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00:00:08: Amtlich voran.

00:00:08: Der Podcast über Digitalisierung, Arbeitgeberattraktivität und Talentgewinnung im öffentlichen Dienst.

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen amtlich-voran-Episode!

00:00:22: Heute geht's um Employer Branding in erster Linie – und zwar in einem Unternehmen in der Schweiz.

00:00:27: Finde ich total klasse, dass wir hier endlich auch mal jemand aus der Schweiz am Start haben.

00:00:33: Und zwar handelt sich heute um Katharina Karatschitsch.

00:00:37: Sie ist Employer Branding Managerin bei den IWB, das sind die industriellen Werke Basel.

00:00:42: wie zu uns gleich erzählen was da genau dahinter steckt.

00:00:45: Erst mal herzlich willkommen Katharina.

00:00:47: schön dass du da bist

00:00:48: Hallo Gedo und vielen Dank dass ich da sein kann.

00:00:52: Ja ich habe mich ganz besonders gefreut weil Du Dich irgendwie gemeldet hattest und gesagt hast hey!

00:00:56: Weil amtlich voran dann könnte ich wohl auch etwas erzählen und das finde ich klasse.

00:01:01: es verbunden jetzt hier mit dem Aufruf Wer im weitesten Sinne am öffentlichen Dienst arbeitet, diese Serie ordentlich voran sich anhört und selber was zu erzählen hat möge es sich gerne melden.

00:01:12: so geschehen in diesem Fall.

00:01:14: Und ich freue mich jetzt mit Katharina etwas stärker einzutrauchen in Employer Branding bei IVB in der Schweiz.

00:01:20: aber wir starten erst mal mit dir selbst Katharina.

00:01:23: vielleicht kannst du einmal ein bisschen erzählen wie du überhaupt da gelandet bist wo du jetzt arbeitest.

00:01:29: Ja, die Kurzfassung ist die, dass ich per Zufall hier gelandet bin.

00:01:33: Die Langfassung isst die, das ich ursprünglich linguistisch studiert habe mit Vertiefung in Meersprachiger Kommunikation und tatsächlich sind die Sprachen oder besser gesagt Fremdsprachen meine Stecken fährt.

00:01:48: Allerdings ist dieses Steckenpferd ein bisschen auf der Stecke stehen geblieben, verzeiht das Wortspiel aus dem Grund weil ich nach dem Studium in die Unternehmenskommunikation gekommen bin.

00:02:00: Was mir aber wirklich sehr gut gefallen hat und ich war jahrelang in der Unternehmen Kommunikation und habe da interne und externen Kommunikations gemacht, die unterschiedlichsten Disziplinen die es gibt.

00:02:15: Und dann war es so, dass sie bei EWB vor ein paar Jahren das Thema Employer Branding aufkam und da war es sowas damals wie heute Haar im Lead war.

00:02:27: Und Haar wollte aber einen Sparing Partner in der Unternehmenskommunikation und dieser Sparing-Partner wurde ich und so bin ich in Employer branding reingerutscht und je mehr ich's gemacht habe Umso mehr habe ich es gemacht.

00:02:45: So sehr, bis ich dann zum Schluss kam, dass ich ihn tatsächlich auch wechseln möchte was mir ermöglicht wurde.

00:02:54: und so habe ich die Unternehmenskommunikation verlassen und bin heute beruflich im HR zu Hause wo ich eben für das Thema Employer Branding zuständig

00:03:04: bin.".

00:03:05: Sehr cooler Weg!

00:03:06: Habe ich so noch nicht so oft gehört finde ich aber eigentlich total schlüssig und folgerichtig Weil Emperor Burning ja am Ende so ein Schnittstellen Thema ist.

00:03:13: Du hast ja Kommunikation da drin, du hast natürlich Personal-Themen da drin und du hast auch Marketingthemen da drinnen.

00:03:20: Und da ist es sicherlich echt gut wenn man auch schon mal gerade in wie einem Anfall im Kommunikationsbereich schon mal echte umfangreiche Erfahrungen sammeln konnte.

00:03:28: Da kommen wir gleich drauf!

00:03:29: Lass uns einmal nochmal über einen IWB aussprechen.

00:03:32: Industrielle Werke Basel.

00:03:34: Klar, wo ihr seid hört man schon direkt raus aber was macht der immer noch?

00:03:39: Richtig, das hört man unweigerlich an meinem Akzent.

00:03:42: Wir sind in der Schweiz, wie du gesagt hast, genauer gesagt sind wir in Basel also ganz nah an der deutschen Grenze und wir sind ein Stadtwerk, ein Energieversorger, der die Menschen mit Strom, Wärme, Wasser Mobilität und Telekom Lösungen versorgt.

00:04:04: und wir Wir sind ein Unternehmen, das es wirklich nur in Basel gibt.

00:04:14: Will heißen wir sind nicht international oder national tätig.

00:04:19: Selbstverständlich haben wir Kunden die in der ganzen Schweiz sind aber unser Kerngebiet ist tatsächlich Basel und die Region.

00:04:29: Okay, plötzlich total interessant an.

00:04:33: Also es ist ja erstmal systemkritisch wie man vor ein paar Jahren schon gesagt hat das sind halt Jobs und Arbeitsfelder die unbedingt benötigt werden.

00:04:43: Wie ist das eigentlich so spontane Frage?

00:04:45: KI und eure Themen.

00:04:47: ich nehme anders KI auch eine große Bedeutung bei euch spielt Und gleichzeitig stelle ich mir vor, dass gerade in der Beratung mit den Menschen schon auch der persönliche Kontakt wichtig ist bei IWB Basel.

00:05:00: Wie würdest du das beschreiben?

00:05:02: Ja auch wir sind da auf einer Gradwanderung unterwegs wie vermutlich ganz viele verschiedene Unternehmen auch.

00:05:09: Es ist tatsächlich so, wie du es eben gerade skizziert hast.

00:05:13: Es ist nicht entweder oder sondern es muss Raum und Platz haben für beides um es wirklich auch handfest zu machen für die Hörerinnen und Hörern.

00:05:23: Gerade heute haben wir ein Stelleninserat veröffentlicht.

00:05:27: Wir suchen einen Data Engineer Energie Und wenn man sich die Aufgaben durchliest, was diese Person machen muss dann liest man dort dass sie beispielsweise mit Machine Learning Daten sammeln soll.

00:05:43: Die voraussagen wie der Energieverbrauch der Kunden ist so.

00:05:50: das ist jetzt beispielsweise ein wunderbares Beispiel das zeigt wie keine Lösungen in Mengen oder im weiteren Sinne zum Einsatz kommen könnten.

00:06:00: Andererseits haben wir Abteilungen wie meine Abteilung.

00:06:04: Ich nehme Sie als Beispiel und ich sage immer gern, dass ... abhängig davon ob wir Human Resources Personalwesen, People and Culture oder wie auch immer heißen Das Wörtchen people oder human steckt in sämtlichen Titeln drin.

00:06:24: Und ich finde, dass wir das nicht nur im Titel haben sollten sondern eben auch in unserer Arbeitsweise.

00:06:31: und wer wenn nicht wir soll weiterhin diesen menschlichen Kontakt pflegen?

00:06:39: Ja, diese zwischenmenschlichen Beziehungen weil KI vieles kann aber nicht alles und in meinen Augen auch nicht alles können sollte.

00:06:49: Den würde ich wohl beipflichten.

00:06:51: also dieser menschliche Teil.

00:06:54: Ich habe heute Morgen meiner Frau irgendwie beim Frühstück darüber gesprochen Und wir waren es dann beide eigentlich dass wir gerade eigentlich in so einer Übergangsphase sind.

00:07:02: klar KI ist zum Mainstream geworden.

00:07:04: alle haben damit in irgendeiner Form zu tun, selbst meine Eltern im hohen Alter von über achtzig.

00:07:12: Im Moment ist halt vieles unsicher wie die Dinge sich entwickeln werden weil auch diese rasante Entwicklung einfach viele Menschen mich auch manchmal echt überfordert hat weil alles so schnell geht.

00:07:24: Ich glaube, dass irgendwann wieder so ein Gleichgewicht sich einstellen wird wenn die Menschheit gelernt hat sozusagen mit KI besser umzugehen.

00:07:31: Aber erstmal sind wir halt noch in dieser Übergangsphase, die einerseits total spannend und dynamisch ist und andererseits auch manchmal leicht überfordernd werden kann weil halt so viel gleichzeitig passiert.

00:07:42: Aber kommen wir mal auf deinen Job zu sprechen.

00:07:45: Empire Branding, deine große Leidenschaft quasi durch Learning by Doing entstanden so wie du es eben erzählt hast.

00:07:51: was leistet sich an dem Feld eigentlich so besonders?

00:07:54: Es ist wirklich die Arbeit mit den Menschen für die Menschen.

00:08:01: natürlich kann man sagen dass dieser Beschrieb auch auf andere Berufsbilder zutrifft.

00:08:06: in der Kommunikation geht das ja letztlich auch darum dass man irgendwas was irgendwelche Menschen sagen, für andere Menschen verständlich macht.

00:08:15: Und trotzdem bin ich der Meinung dass Employer Branding tiefgründiger ist, dass es wirklich darum geht empathisch zu sein das es darum geht sich insgegenüber hineinversetzen zu müssen und sich zu fragen Was braucht ein Kandidatin oder was brauchen Mitarbeitende von ihrem Arbeitgeber?

00:08:39: Und sie brauchen eben ganz viel mehr als nur Texte, die verständlich sind.

00:08:45: Sie brauchen vielmehr als prägnante Botschaften.

00:08:50: Sie brauchen vielmeher als Kanäle, die auf sie zugeschnitten sind.

00:08:56: Und das ist das, was mich fasziniert.

00:09:00: Was mich anspornet und das ist auch das womit ich mich wirklich immer auseinander setze wie kann ich möglichst nah an meiner Zielgruppe sein?

00:09:10: Wie kann ich meine Zielgruppen wirklich gut kennenlernen um einfach besser zu verstehen, was sie wirklich braucht?

00:09:18: Das geht wirklich um... diesen Mix zwischen dem, was ich als Unternehmen quasi im Employer Branding Bereich verwirklichen möchte und dem was das Gegenüber auch tatsächlich braucht.

00:09:36: Das ist total spannend auf dieser Schnittstelle zu arbeiten.

00:09:42: Und nach meinem Dafürhalten hat ja Employer Branding zwei ganz großen Funktionen.

00:09:46: Die eine, die sieht jeder sofort das ist sozusagen wie tritt der Arbeitgeber nach außen auf natürlich mit der Zielsetzung neue Mitarbeitende zu attrahieren und zu begeistern am Ende auch zu rekrutieren?

00:09:59: Das was viele auf den ersten Blick immer gar nicht so sehen war vielleicht sogar der wichtigere Aspekt von Employer-Branding ist eigentlich die Innensicht.

00:10:07: also wir nehmen denn die vorhandenen Mitarbeitenden den Arbeitgebern wahr Weil daraus natürlich eigentlich, wenn man es gut macht auch die externe Sicht entstehen sollte.

00:10:17: Was ihnen nicht vorhanden ist, macht wenig Sinn ja das nach außen zu erzählen weil das relativ schnell als Lüge oder Falschaussage enthankt wird.

00:10:26: heutzutage Wir haben hier bei eWB mit dem ganzen Thema Employer Branding angefangen.

00:10:33: oder wo seid ihr auf der Reise mit dem Themenfeld?

00:10:38: Wenn ich ein paar Jahre zurückblicke, dann war es tatsächlich so dass auch wir uns in den Anfängen vor allem auf dem Arbeitsmarkt konzentriert haben.

00:10:47: Sprich eben darauf wie kommen wir am Arbeitsmarkt an?

00:10:51: Wie wollen wir dort ankommen?

00:10:54: Wie sollen wir uns als Arbeitgeberin positionieren?

00:10:57: Ich muss aber auch sagen, dass war zu jener Zeit als zumindest in der Schweiz.

00:11:02: Der Fachkräftemangel wirklich extrem zugespitzt war gerade in diesem Mindbereich, der für uns hochrelevant ist.

00:11:11: Und damals, muss ich ganz selbstkritisch sagen, ist die internen Verankerung des Employeebrandings tatsächlich ein bisschen auf der Strecke stehen geblieben.

00:11:23: Damals waren die Karriere-Seite, die Stelleninserate Social Media und halt die Klassiker im Fokus, die man von den Peers auch so kennt.

00:11:35: Jetzt haben wir Employer Branding anders ausgerollt und zwar ist es so, dass für uns das interne Employer-Branding eigentlich einen größeren Stellenwert hat als das externe Employee-Brending.

00:11:47: Weil wir sagen uns erst wenn wir intern das glaubwürdig vermitteln, wofür wir stehen, wufür wir wollen sind wir am Arbeitsmarkt überhaupt glaubwürdig.

00:12:01: Und aktuell sehen wir an dem Punkt, dass wir unser Arbeitgeberversprechen überarbeitet haben.

00:12:10: Das steht, das ist final abgenommen und ausgerollt und intern kommuniziert.

00:12:17: Nun befassen wir mit einer extrem spannenden und auch herausfordernden Frage – das darf ich ruhig sagen – nämlich der Frage wie gelingt es uns dieses Arbeitgebersprechen einzulösen?

00:12:30: Weil wir wollen ja nicht ein Arbeitgeber versprechen, dass irgendwo auf einer Powerpoint ganz hübsch aussieht und das irgendwo im Laufwerk landet.

00:12:41: Und als Papiertieger dort vor sich hin vegetiert, sondern wir wollen es in den Alltag übersetzen mit Maßnahmen, Und da stehen wir wirklich bei der Frage, wie kann uns das gelingen?

00:13:03: Da haben wir bereits erste Maßnahmen ergriffen um genau diese Übersetzungsarbeit zu leisten.

00:13:11: Ja cool!

00:13:12: Auf die Maßnahmen kommen wir gleich mal zu sprechen aber vielleicht einmal noch einen Mini-Schritt zurück nämlich zu eurem Arbeitgeberversprechen an sich.

00:13:19: Wofür soll die IWB stehen und wofür steht ihr auch schon?

00:13:25: Neues packen wir an herzlich professionell.

00:13:30: Das ist unser Arbeitgeberversprechen und unsere Anspruch war tatsächlich, dass wir in ein zwei Sätzen sagen können wofür wir stehen.

00:13:39: wenn man die Ein-zwei Sätze auseinander nimmt was stellt man fest?

00:13:43: Man stellt fest das wir herzlich professionel sind Das heißt, dass es bei uns die Fachkompetenz und das Zwischenmenschliche wirklich Schulter an Schulter gehen.

00:13:57: Uns ist wichtig, dass wir sorgfältig arbeiten, dass sie zuverlässigt sind, dass sich die Kunden auf uns verlassen können, dass Wir unsere Arbeit gut machen, dass wird gut Bescheid wissen.

00:14:07: aber mindestens genauso wichtig ist uns diese zwischenmenschlichen Komponente Dass wir füreinander da sind, das wir uns unterstützen Zeit nehmen, um neue Kolleginnen und Kollegen einzuarbeiten.

00:14:22: Andererseits habe ich mir ... Den anderen Aspekt, neues Mutig anpacken.

00:14:28: Das ist sozusagen unser Ziel- und Sollbild also etwas was heute nicht vollends gegeben ist, etwas worauf wir gemeinsam hinarbeiten nämlich dass wir eben mutiger werden das wir in der Veränderung wirklich auch eine Chance sehen egal wie abgetroschen das auch klingen mag dass wir uns wirklich sagen Ja, das wird in Status quo hinterfragen und einfach offensin für neuere Dinge.

00:15:01: Wie habt ihr das entwickelt?

00:15:03: Die EWP, meistens wird es ja mit Umfragen gemacht – wir sind inzwischen bei M-Rays mit der Mich & Zucker Agency so weit, dass wir das sehr KI basiert auch unterstützt machen, wodurch eine höhere Schnelligkeit und eine höre Validität entsteht.

00:15:18: Aber wie war bei euch der Prozess?

00:15:20: Wir haben uns sehr bewusst gegen die KI entschieden, wohlwissend dass sie uns da und dort das Leben hätte einfacher machen können oder schneller.

00:15:31: Dass die Dinge schneller vonstatten gegangen wären.

00:15:34: aber es ist so, dass wir aus vergangenen Mitarbeitenden umfragen logischerweise schon wissen, dass das zwischenmenschliche Ballon seinen hohen Stellenwert hat.

00:15:43: Und da haben wir uns gesagt, wenn wir jetzt mit einer KI-Umfrage oder Lösung daherkommen, dann beißt sich das irgendwie mit diesem Zwischenmenschlichen was uns sehr wichtig ist.

00:15:56: und darum haben wir unser entschieden einerseits.

00:15:59: Fokusgruppen zu arbeiten, wirklich persönlich mit Fokus Gruppen aus der Belegschaft.

00:16:05: Das waren insgesamt sechs Fokus-Gruppen die wir befragt haben.

00:16:10: zum Istzustand.

00:16:11: also was macht uns aus?

00:16:12: Was ist in euren Augen unserer Stärke?

00:16:15: Andererseits haben wir aber auch mit dem Management Team gesprochen um dieses Solbild zu definieren wohin sollen wir uns entwickeln?

00:16:24: Und dann gab es aber auch noch andere Einflussgrößen, die ins Ganze eingeflossen sind.

00:16:29: Das ist die Wettbewerbsanalyse, das sind eben die Ergebnisse aus vergangenen mitarbeitenden Befragungen, die ich erwähnt habe – das ist aber auch die Unternehmensstrategie, da sind aber auch diese Werte, weil es uns wirklich ein Anliegen war, mit dem Arbeitgeberversprechen etwas zu schaffen was anschlussfähig ist an alles, was schon vorhanden ist.

00:16:54: Wir wollten nicht dass die Mitarbeitenden verwirrt sind und vor lauter Strategien keine Strategie mehr sehen.

00:17:01: das sie sich fragen.

00:17:02: ja aber werde ich hier Unternehmensstrategie da?

00:17:04: jetzt kommt ihr noch mit einem Arbeitgeberversprechen?

00:17:06: Ich komme gar nicht mehr nach.

00:17:08: darum war uns extrem wichtig dass die Elemente anschlussfähig sind und dass sich alles zu einem großen Ganzen fügt.

00:17:15: Ja, absolut.

00:17:15: Ich muss vielleicht eine Sache klarstellen weil bei den Zuhörenden sonst ein falscher Eindruck entsteht.

00:17:21: Die propagieren gar nicht das alles mit KI zu machen sondern die Fokusgruppen und die direkten Gespräche, die führen wir auch mit dem Menschen.

00:17:30: aber die ganze Auswertung hinterher ist KI basiert.

00:17:34: also ich stimme dir ja zu der Prozess ist ja schon Teil eigentlich des Employer Brandings, des internen Employer brandings.

00:17:43: Das heißt, wenn man die Mitarbeiter nicht persönlich abholt dann haben sie natürlich einen komischen Eindruck.

00:17:47: Aber ab dem Zeitpunkt wo man das gemacht hat kann man unglaublich Fahrt gewinnen und auch viel Zeit einsparen.

00:17:53: Eigentlich nicht weiter vertiefen wollte es nur einmal klarstellen dass da kein falscher Eindruck entsteht.

00:17:59: Ja, das habt ihr jetzt gemacht.

00:18:00: Jetzt steht ihr da und der nächste Schritt ist vermutlich das wirklich in die Fläche zu bringen.

00:18:06: Und dann noch die Frage welche Maßnahmen, welche Kanäle sind eigentlich in diesen Zeiten relevant?

00:18:13: Ich kenne mich jetzt mit der Schweiz nur, ja ich kenne die Schweiz mehr vom Skifahren als vom Arbeitsmarkt und das war sozusagen.

00:18:20: Auch gut!

00:18:22: Ja vielleicht sogar noch besser aber ich nehme an dass ihr eine ähnliche Situation wie in Deutschland habt.

00:18:28: Du hast es eben schon angedeutet vor drei Jahren gab's den eklatanten Fachkräftemangel im Moment wirtschaftlicher Lage wahrscheinlich auch in der Schweiz Nicht total rosig, das weiß ich gerade gar nicht.

00:18:40: In Deutschland ist es aber ein bisschen schwierig seit drei Jahren und vor dem Hintergrund hat man natürlich eine etwas andere Situation am Arbeitsmarkt.

00:18:48: Gleichzeitig glaube ich persönlich dass sobald die Wirtschaftssituation sich wieder deutlich verbessert haben wir sofort wieder eklatant die Demografie Probleme auf den Tisch legen weil diese Demografienentwicklung im Hintergrund sicher fortsetzt.

00:19:04: Die merkt man nur gerade nicht so, weil die Arbeitsmärkte haben das sind und deswegen ist es gerade eine spannende Zeit darüber nachzudenken wie man sozusagen die Transformation oder die Weiterentwicklung von der IWP hin in die konkreten Maßnahmen macht, weil das ja abhängig vom Markt ist.

00:19:21: In einem Markt wo du jetzt verzweifelt nach Talenten suchen würdest auf breiter Masse in allen Berufsprofilen wird man anders agieren als wenn man nur vereinzelt sucht Weil vereinzelt in Spezialprofilen ist der Arbeitsmarkt ja nach wie vor eng, zumindest hier.

00:19:39: Wie ist es bei euch?

00:19:39: Und wie denkst du da immer danach?

00:19:43: Ja, in der Schweiz ist das tatsächlich so, dass wenn man den öffentlichen Diskurs wahrnimmt dann gewinnt man den Eindruck, dass der Fachkräftemangel gar kein Thema mehr ist.

00:19:55: und tatsächlich ist es so, schwarz auf weiß belegt, dass es auch so ist.

00:20:03: Es ist nicht nur gefühlt so sondern es ist auch tatsächlich so.

00:20:07: wenn man in Jahr zwanzig-zwanzig zurückblickt als wir den ersten Schritt im Employee Branding gegangen sind und die Zeit damals mit heute vergleicht dann sind das wirklich zwei unterschiedliche Welten.

00:20:19: Ich persönlich bin aber der Meinung und ein Fan davon, dass wir nach wie vor an den Fachkräftemangel glauben einfach weil es ihm immer noch gibt egal was Studien sagen.

00:20:34: Warum gibt es denn Fachkräftenmangel?

00:20:36: wegen des demografischen Wandels?

00:20:38: Auch das ist eine Tatsache.

00:20:40: er ist heute vielleicht nicht so ausgeprägt, wie er in ein paar Jahren sein wird.

00:20:46: Aber die Tatsache ist dass dieser demografische Wandel auf uns zusteuert und ich persönlich finde das die Probleme von morgen oder die Entwicklungen von morgen unsere Probleme von heute sind.

00:21:00: Im Idealfall versuchen wir sie schon heute zu lösen oder wir versuchen uns heute auf Sie vorzubereiten.

00:21:08: Statt dann Hauruck-Aktionen, sagen wir in der Schweiz also so Nacht- und Nebelaktionen zu veranstalten wenn das Problem schon da ist, dann ist es in den allermeisten Fällen zu spät und dann agiert man auch aus einer Position der Schwäche heraus Gefahr!

00:21:28: Dass man in einer solchen Situation, wenn der demografische Wandel da ist.

00:21:33: In Aktionismus verfällt und einfach irgendwas macht statt die richtigen Dinge ist extrem groß.

00:21:39: Und darum bin ich ein großer Fan davon dass wir uns den Fachkräftemangel auch heute vergegenwärtigen obwohl er ja in gewissen Berufsgruppen nicht so sehr ausgeprägt ist wie auch schon

00:21:55: Ja Und was heißt das jetzt konkret für deine Arbeit im Employer Branding?

00:22:00: EWP ist da, Werteversprechen du hast es erklärt macht Sinn.

00:22:07: Aber was kommt jetzt?

00:22:08: Was sind die nächsten Schritte?

00:22:09: Was muss bis Ende des Jahres geschehen bei der EWB aus employer branding Perspektive

00:22:15: Nicht nur bis Ende des Jahres, sondern in den nächsten Jahren müssen wir das Arbeitgeberversprechen einlösen um eben wirklich bereit zu sein noch stärker zu sein wenn der demografische Wandel prekärer wird als es heute ist.

00:22:30: Employabranding wenn ich eins gelernt habe in all den jahren dann dass employer branding extrem viel durchhalte vermögen erfordert und das habe ich auch in der Weiterbildung gelernt, eingetrichtet bekommen kann ich auch etwas sagen.

00:22:49: Das Employee Branding ein Marathon ist und kein Sprint.

00:22:53: Und entsprechend müssen wir wirklich am Ball bleiben und mit konkreten handfesten Maßnahmen dafür sorgen dass das Arbeitgeberversprechen nicht nur auf der PowerPoint-Präsentation hübsch ausschaut, sondern dass das Arbeitgeberversprechen im Alltag sichtbar spürbar erlebbar ist.

00:23:13: Von daher ist die Kulturarbeit in meinen Augen sehr wichtig weil Employer Branding nun mal sehr eng vergrimpft mit der Kultur, mit der Organisationspersonal und Führungskraftentwicklung und von daher müssen wir dort ansetzen.

00:23:32: Das würde ich absolut unterstreichen, was du gerade sagst und damit es auch einhergehend.

00:23:38: Dass man natürlich mit den Mitarbeitern entspricht.

00:23:40: aber du brauchst halt auch im Management absolutes.

00:23:43: bei Ihnen der absoluten Support auf Verständnis für das Thema weil natürlich von dort aus Kultur in besonderen Maße geprägt wird einerseits aus der Geschäftsleitung aber auch von Entführungskräften her dass mir teilweise dann Dinge wie man miteinander umgeht Wie man Mitarbeiter mit einbezieht in der Entscheidung oder eben auch nicht kommt er immer darauf an, was für eine Kultur eigentlich vorhanden ist.

00:24:09: Wie erlebst du das bei euch?

00:24:12: Uns ist es wichtig dass wir die Leute mit ein beziehen und den Leuten auf die Art und Weise klar machen, dass wir alle eine gewisse Eigenverantwortung haben und die Eigenverordnung wahrnehmen sollen.

00:24:27: Wir sind nicht der Meinung, und ich persönlich auch nicht das Kultur etwas ist.

00:24:32: Wofür nur HR zuständig ist?

00:24:34: Das Kultur nur etwas ist, wofür die Führung zuständig isst.

00:24:39: Wir alle sind für die Kultur zuständig und für sie mitverantwortlich.

00:24:44: Mit all dem was wir im Alltag tun oder eben nicht tun – die Art und Weise wie wir zusammenarbeiten, die Art and Weise wie ein E-Mail beantworten wenn uns jemand auf die Palme bringt, die Art und Weise wie wir in Schwierigen aber auch in guten Situationen miteinander umgehen.

00:25:03: All das ist Kultur und wir möchten den Mitarbeitenden und Entführungskräften klarmachen, dass wir alle ein Teil davon sind.

00:25:12: Und dass wir mit unserem Verhalten, mit unserer Erhaltung und mit unserer Denkhaltung die Kultur formen und dies eben entweder auf eine positive oder eine negative Art und Weise tun.

00:25:26: Natürlich ist unser Ziel, dass wird es auf eine positiven Art und Weise tun Arbeitgebende Versprechens.

00:25:34: Und was sind dann Maßnahmen, die ihr nutzt um entsprechend die Kultur der Mitzugestalten in der Richtung wie sie sein sollte?

00:25:47: Da blicke ich virtuell auch zu den anderen Teams innerhalb von HR über Teams, die für die Führungskräfte- oder Personalentwicklung zuständig sind.

00:26:00: Die beispielsweise gerade dabei sind die ganzen Jahresgespräche zu überarbeiten.

00:26:07: Wie sollen die Jahresgespreche künftig aussehen?

00:26:10: Soll es einfach nur noch Ein Jahresgespräch geben, so wie das bis jetzt der Fall war?

00:26:16: oder sollen wir dieses Konstrukt ein bisschen aufbrechen.

00:26:20: So dass auch das Jahr hindurch Check-in checkouts möglich sind wo man ein bisschen den Puls fühlen kann und mit der Führungskraft ins Gespräch gehen kann um zu schauen sind wir noch auf der Zielgerade?

00:26:34: müssen wir die Ziele registrieren?

00:26:36: wenn ja wie warum nicht?

00:26:38: Warum schon?

00:26:39: Et cetera, das ist beispielsweise etwas woran wir arbeiten.

00:26:44: Wenn ich hingegen wieder in meinen Garten zurückkomme sozusagen was tun wir um das Arbeitgeberversprechen einzulösen intern?

00:26:55: Wir haben uns gesagt, wir haben jetzt dieses Arbeitgebersprächen und wir möchten den Führungskräften wirklich einen One Pager an die Hand geben Und der OnePager soll sie mit konkreten Beispielen inspirieren, das Arbeitgeberversprechen im Alltag einzulösen.

00:27:18: Das sind dann Beispiele drauf wie wenn eine neue Mitarbeiterin oder ein neuer Mitarbeiter bei dir anfängt Schreibt doch das Geburtsdatum in die Agenda rein, um dieser Person dann rechtzeitig gratulieren zu können.

00:27:35: Denn das ist herzlich professionell!

00:27:38: Und dann gibt es ganz viele weitere Beispiele, die da auf das Arbeitgeberversprechen einzahlen und die wirklich dazu dienen sollen.

00:27:47: Die mit den Führungskräften zu inspirieren einfach damit sie das Versprechen einlösen und das Vorleben was wir uns auf die Tiffany schreiben.

00:27:56: Natürlich kann man sagen dass manche dieser Beispielen vielleicht wie selbstverständlich sind.

00:28:04: Aber eben leben ist es doch oft mal so, dass gerade die Dinge, die selbstverständliche sind, dass die Dinge die doch glasklar sind irgendwie unterschätzt werden oder vergessen gehen und darum setzen wir mit diesem OnePager dort an und holen so die Führungskräfte ab.

00:28:22: das ist eines von mehreren Beispielen.

00:28:24: Ich finde ich super vermeintliche Kleinigkeiten am Ende aber großes bewirken können wenn alle sich daran halten

00:28:31: Richtig.

00:28:31: und Kleinigkeiten, die wenn man sie zusammenzählt dann trotzdem einen Berg ergeben.

00:28:38: Von daher sind Sie wirklich nicht zu unterschätzen?

00:28:41: Absolut würde ich auch sehen!

00:28:43: Du angesichts der Zeit kommt jetzt schon meine letzte Frage für heute.

00:28:48: Bischderby habe mich das richtig ausgesprochen steht auf eurer Karriere Seite unter Versuchen Verstärkung.

00:28:54: Ich fahre mich die ganze Zeit.

00:28:55: was heißt das?

00:28:56: Bisch Derby heißt das.

00:28:57: bist du dabei?

00:28:58: Richtig, richtig.

00:29:00: Das ist Basel-Deutsch Dialekt.

00:29:03: Wir sind in Basel sehr verburzelt.

00:29:06: da kennt man uns.

00:29:07: das ist unsere DNA unserer Herkunft und wir stehen dabei.

00:29:13: Ich kann es übrigens auch nicht richtig aussprechen weil ich keine Basel bin Genau, richtig.

00:29:20: Aber das ist die direkte Ansprache, die sich wirklich durch die ganze Candidate-Experience und darüber hinaus durchzieht.

00:29:31: Absolut sinnvoll wenn man so lokal agiert wie ihr das tut!

00:29:35: Du ganz herzlichen Dank dass er dir dreißig Minuten Zeit veramt dich voran.

00:29:39: Genau Maas hat Spaß gemacht mit dir zu sprechen.

00:29:41: wünsche dir und euch mit dem Employer Branding weiterhin ganz viel Erfolg beim Marathon laufen.

00:29:48: Vielen Dank, vielen Dank auch wenn der Ausdauersport nicht so war.

00:29:54: Das meine ist diese Art von Ausdauer genieße ich dann sehr.

00:29:58: Von daher nehme ich die guten Wünsche sehr gerne gegen.

00:30:01: Vielen Dank auf dir.

00:30:02: für die Zeit hat es sehr Spaß gemacht!