SAATKORN

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00:00:08: Amtlich voran.

00:00:08: Der Podcast über Digitalisierung, Arbeitgeberattraktivität und Talentgewinnung im öffentlichen Dienst.

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von Amtliche voran der SACON Serie rund um Digitalisierung-, Arbeitgebergewinnung- und Talentgewinnung im öffentlichem Dienst!

00:00:29: Ich freue mich heute sehr.

00:00:30: ich habe nämlich eine Dame am Start die ganz viel in Bewegungen bringt in einem Umfeld Was anspruchsvoll ist, kann man so sagen und in einem Umfeld was viele von euch kennen würden.

00:00:41: Es gibt ja verschiedene Universitätskliniken in Deutschland.

00:00:45: ich würde sagen eine davon ist ganz besonders bekannt kennen die meisten hat auch gute Gründe.

00:00:50: sprechen wir gleich darüber.

00:00:52: das ist die Charité in Berlin und bei mir zu Gast ist heute die Leiterin der Stabstelle für Personalmarketing und Digitalisierung Susanne Nietzsche.

00:01:01: Ich freue mich dass du da bist.

00:01:02: herzlich willkommen!

00:01:03: Danke für die Einladung.

00:01:06: Das ist spannend, wo du da bist und wie du agierst.

00:01:09: Das weiß ich schon aus unserem Vorgespräch.

00:01:11: bevor wir aber auf die Charité zu sprechen kommen das muss doch einfach nur mit dir selber starten.

00:01:16: Wie bist du da gelandet?

00:01:17: Wo du heute bist?

00:01:19: gute Frage zur Corona-Zeiten vor über fünf Jahren.

00:01:24: Da wurde ich beauftragt vom Vorstand Personal Und Pflege Einmal mir die Personalmarketing Aktivitäten nach außen einmal explizit anzugucken.

00:01:38: Und dann habe ich eine Research-Hase begonnen in zwei Monaten, geschaut okay wie präsentiert sich die Charité?

00:01:45: Was ist im Social Media Kontext veröffentlicht?

00:01:50: Was hab' ich noch gemacht?

00:01:51: Ich hatte in Haus geguckt!

00:01:53: Wie und wo werden Stellenanzeigen veröffentlicht?

00:01:56: Wer macht das überhaupt?

00:01:57: wir sind ein... Universitätsklinikum mit vielen, zwanzigtausend Mitarbeiter.

00:02:02: Vor fünf Jahren waren es noch elf Tausend Mitarbeitern.

00:02:04: Also wir sind stetig extrem gewachsen.

00:02:08: und warum ich an die Charité gekommen war dann wirklich von außen auch zu sehen diese Barriere dieses große Haus mit ehrwürdigen Türmen und dann in der Situation Corona.

00:02:25: Wir haben pflegekräfte kann sich jeder daran erinnern, wir haben explizit Pflegekräfte gesucht und habe gesagt okay diese Herausforderung für dieses Zielgruppe möchte ich mich gerne stellen.

00:02:37: Super!

00:02:37: Da kannst

00:02:38: du was bewegen.

00:02:39: Habe ich das richtig verstanden dass du erst extern sozusagen unterwegs warst?

00:02:44: Ich war erst extern genau und dann hat die Vorstellung gesagt Susanne es wäre doch toll wenn du Teil der gesamten Charité wirst.

00:02:53: und so bin ich dann an die Charité Nicht über fünf Jahre.

00:02:59: Jetzt bin ich natürlich ein bisschen neugierig und wenn man sich deinen CV auf LinkedIn anschaut, da wird auch deutlich du bist ja nicht ganz unerfahren in dem Themengebiet da reingekommen.

00:03:09: Vielleicht kannst du noch kurz was sagen das du vorher gemacht hast?

00:03:12: Und warst du dann selbstständig eine Zeit lang als Beraterin?

00:03:16: Ja, du nix.

00:03:19: Also von Hause aus komme ich aus dem HA-Bereich und wieso?

00:03:23: manchmal ist bei Frauen mit der Geburt des ersten Kindes, ich dachte immer man wird dadurch ruhiger.

00:03:29: Nein es musste für mich weitergehen und bin dann nach meiner Elternzeit zurück zu meinem damaligen Arbeitgeber Und bin in die Organisationsentwicklung.

00:03:39: Projektmanagement, OrganisationsEntwicklung war zwar immer noch im HR-Kontext angebunden aber dieses klassische HR-Geschäft habe ich gesagt okay ich hab viele Jahre zuvor Personalmarketing gemacht.

00:03:52: für mich muss jetzt die Reise weitergehen und aus dem Bereich der Organisations Entwicklung hat sich halt das Thema Innovationen.

00:04:02: Was passiert eigentlich aktuell mit KI, mit AI?

00:04:06: Also das war wirklich großes Thema schon damals.

00:04:10: Welche Einflüsse hat es auf das damalige Geschäftsmodell?

00:04:14: und habt dann die Möglichkeit bekommen ein Innovation Lab zu gründen?

00:04:18: Und bin dann sehr stark in die Transformation gegangen, Innovation Digitalisierung, Geschäfts-Modelle gebaut.

00:04:25: Genau!

00:04:28: Der Staat führt ein ganz neues Feld für mich, sich eröffnet.

00:04:32: Ganz spannend zu sehen mit Starter zusammenzuarbeiten in Silicon Valley zu sein.

00:04:39: Also wirklich war ein komplett neues Arbeitsumfeld für mich und nach fünf Jahren habe ich mich dann doch nochmal entschieden einen Kind zu bekommen.

00:04:51: Und auch hier habe ich dann gesagt, okay die Reise muss für mich weitergehen.

00:04:56: War eine spannende Zeit aber jetzt bin ich bereit wieder einen Wechsel zu machen und bin dann in die Selbstständigkeit gegangen schon während der Elternzeit.

00:05:07: und ja und dann kam Corona.

00:05:11: Wurdest du entsprechend engagiert als Beraterin?

00:05:14: Genau, dann wurde ich engagiert.

00:05:15: Ich habe Startups zu der Zeit auch ganz eng begleitet und dann war so eine Stück weit Unsicherheit.

00:05:21: Und ich muss ehrlich zugeben ja vielleicht war die Herausforderung super spannend als Berlinerin für die Charité zu arbeiten.

00:05:30: Super interessant etwas bewegen zu können.

00:05:33: Dann hab' ich gesagt okay ich gehe doch wieder in die PES-Anstellung.

00:05:37: Ich finde den Weg ganz spannend.

00:05:39: Er hatte einen echten Grund, warum ich jetzt noch mal näher nachgefragt habe weil dieser Wechsel aus der Privatwirtschaft und in deinem Fall besonders spannend aus der Selbstständigkeit in den öffentlichen Dienst also... Das ist schon ein spannender Weg, finde ich.

00:05:55: Und umso spannender, dass wir jetzt sprechen, wo du das auch schon viele Jahre machst und auch schon wirklich viel bewegen konntest und immer noch mit Leidenschaft dabei bist – das weiß ich aus unserem Vorgespräch und das merkt man auch jetzt!

00:06:08: Aber wie war das für dich der öffentliche Dienst?

00:06:10: Der hat ja große Vorteile, als ich sage mal zwei Dinge liegen sofort aus der Hand.

00:06:15: Das eine ist Purpose.

00:06:17: also wenn man für die Charité da arbeitet dann muss man sich wirklich keinen Gedanken mehr drum machen ob das sinnvoll ist oder wo der Sinn liegt.

00:06:24: Also ganze Purpose Diskussion kann man direkt mal beiseite schieben oder einen fetten Haken dahinter machen.

00:06:29: Das zweite ist natürlich das Sicherheitsthema, was heutzutage mehr noch Rolle spielt als vor fünf, sechs Jahren.

00:06:37: Der Fall war muss man ganz klar so sagen.

00:06:39: aber es fallen einem natürlich von außen drauf.

00:06:42: schaut und ich habe selber keine Erfahrung im öffentlichen Dienst auch lauter Dinge ein und man denkt wenn man so ein bisschen unternehmerisch gepolt ist, wenn man Dinge gestalten will... Wenn man ich sage mal Flapsig Humeln im Hintern hat und wirklich was bewegen will da kann das natürlich ein Umfeld sein.

00:06:58: Ach, was sehr mühselig auch ist, wo man vielleicht das Gefühl hat ich bewege mich hier in einer Lebenmöße die immer schlammiger wird und jeder Schritt wird anstrengender.

00:07:07: Du machst jetzt nicht den Eindruck als sei das so!

00:07:09: Also räumen doch mal auf mit ein paar Vorurteilen gegenüber dem öffentlichen Dienst zumindest bei der Charité wenn das geht.

00:07:16: Ja du hast es selber gesagt im Handlungsspielraum also... Und das war mein Antreiber.

00:07:22: Ich habe gesehen oder kann ich etwas bewegen?

00:07:25: Ja, da geht nicht alles von heute auf morgen.

00:07:29: Da ist Bewegung drin, sind Herausforderungen drin und ich glaube das war wirklich meine Motivation weil ich gesagt habe wow cool!

00:07:39: Da gibt es so gut wie gar nichts.

00:07:42: Keine Karriere-Webseite und da hast du noch richtig viel Tanzbereich und Spielraum und das war mein Beweggrund warum ich wirklich reingegangen bin.

00:07:51: Und was ich als Vorteil hatte, ich war direkt einer Vorständen angebunden.

00:07:57: Also wenn ich mich mit anderen Universitätskliniken unterhalte, die fragen dann also Susanne wo bist du denn angebund?

00:08:03: Dann kann ich sagen direkt unterm Vorstand.

00:08:06: dadurch habe ich natürlich auch ziemlich viel Bewegung und hab gleich ein Sparringspartner zu sagen okay wo wollen wir hin?

00:08:13: Was sind die strategischen Ziele?

00:08:14: Wir richten es danach aus drei Monaten, wenn das erste Mal in den Gesamtvorstand gegangen und hat präsentiert.

00:08:27: Was gerade nicht gut ist, wo Herausforderungen sind?

00:08:31: Warum kriegen wir nicht die Pflegekräfte, die wir uns gerne wünschen?

00:08:36: Und dass die Not war ja recht groß, weil wir haben Stationen oder Konzentration nicht aufmachen bei Pflegekräften uns gefehlt haben um die Patienten wirklich in so einem großen Haus pflegen und gesund machen zu können.

00:08:50: Und ja, diese Dynamik die ich dann hatte zu sagen okay.

00:08:54: Ich zeige die Herausforderung die wir haben warum?

00:08:57: Wir als damals auch gerne genannt Pionierelite vielleicht auf dem Markt gerade nicht so groß nachgefragt sind und wir konnten dadurch Transparenz schaffen.

00:09:12: unser Aufgabe war wir machen uns in der Arbeitgebermarke so wie wir sind wie wir die Charité sind Kranze barrennt.

00:09:20: Wir zeigen das Leben der Charité und nicht diese hohen Mauern, zu Corona-Zeiten war es ja dann auch sehr extrem.

00:09:28: Man durfte ja nicht mehr über den Standort laufen, über die jeweiligen Standorte in Mitte.

00:09:34: Das ist ein freies Gelände wo jeder durchgehen kann von der Friedrichstraße bis zum Hauptbahnhof.

00:09:41: Und da hat man sich durch die Situation noch mehr abgekapselt.

00:09:48: Hospitation für unsere Pflegekräfte auf Stationen waren auch nicht möglich.

00:09:54: Und dadurch konnten wir wahnsinnig viele Maßnahmen gemeinschaftlich, Fokus war da wirklich in den ersten zwei Jahren die Pflege und alles was wir gestaltet haben, war gemeinschaftliche mit der Pflege.

00:10:08: also diesen diese Dynamik oder die Erfahrung, die ich aus dem Innovationsmodell immer am Nutzenden zu arbeiten mit den Nutzenden zu Arbeiten.

00:10:16: Die Bedürfnisse zu erkennen, die Probleme zu erkennen haben wir jedem Maßnahme immer gemeinschaftlich mit der Pflege gemacht.

00:10:23: und trotz Corona habe ich super schnell einen Netzwerk aufbauen können.

00:10:29: Ich war neu ein großes Haus es waren Barrieren Es waren Türen verschlossen Es luften viele auch nicht mehr ins Büro kommen.

00:10:40: Sie waren aber offen und diese Leidenschaft, die hat mich auch wahnsinnig begeistert für diese Berufsgruppe.

00:10:46: Für die Charité.

00:10:47: sie waren alle stolz für dieses Grund unternehmen zu nehmen oder zu arbeiten.

00:10:52: Und diese Leidschaft hat mich dann auch über diese fünf Jahre so positiv aufgestimmt und zu sagen wir gestalten was gemeinschaftlich.

00:11:00: ich mache nie etwas alleine.

00:11:01: Wir machen nie was im Kämmerchen weil die alles das was wir machen sind die Träger draußen.

00:11:09: Ja, sie tragen die Dynamik von uns was wir im Team jetzt schaffen.

00:11:13: ich habe ja dann auch noch ein team aufbauen müssen.

00:11:16: Weil das Thema Personal Marketing gar nicht bedient war und auch nicht digitalisierung also ist gab unter anderem kein Bewerbermanagement-System.

00:11:27: Und wenn man sich vorstellt, das ist auch ganz spannend, da habe ich den Kollegen mal über die Schulter geschaut, es gab eine Person an der Charité, die komplett die Pflegekräfte, die Steuerung auf den Hundert Kliniken diesen zahlreichen Stationen, die wir haben in Corona händisch per Excel-Tabelle gesteuert hat?

00:11:46: Ja, sind viel zu tun die Personen und hoffen wir mal dass sie keinen Corona gekriegt hat in der Zeit!

00:11:52: Es hat funktioniert und der Kollege ist jetzt bei mir auch im Recruiting verankert.

00:11:57: Lass

00:11:57: uns gleich noch mal darüber sprechen, das finde ich ganz spannend und habe mich definitiv als Punkt vorgenommen.

00:12:03: aber vorher würde ich gerne nochmal eine Sache abfragen.

00:12:07: Das hört sich jetzt alles konsequent folgerichtig an und ich glaube wenn man so zuhört denkt man ja klar macht ja Sinn.

00:12:15: gleichzeitig weiß ich aber aus Beratungsprojekten die ich im Krankenhausbereich gemacht habe dass Hierarchiedenken, Statustenken und teilweise auch der Blick in vollkommen andere Problemzonen allgegenwärtig ist.

00:12:31: Also du hast ja oft dann auch mit Chefärzten zu tun die irgendwelche Entscheidungen treffen, die von so einem Thema wie Employer Branding oder Personalmarketing meilenweit weg sind.

00:12:41: Und aus deinen auch denken das ist jetzt nicht so wichtig.

00:12:43: ich rette hier leben ne?

00:12:45: Das ist wichtig!

00:12:45: Ich habe den auch recht damit.

00:12:47: Aber ich vermute mal, du bist da durchaus nicht nur auf einer Tür ein.

00:12:51: Du hast eben schon gesagt dieser Vorstandsbei in auch die Vorstanden eher ein absolutes Erfolgskriterium kann ich nachvollziehen.

00:13:00: gab es auch mal Situation wo du dich durchsetzen musstest, wo ihr so ein bisschen kämpfen musstet?

00:13:05: oder war der Druck so groß dass der Druck diese Pflegekräfte zu bekommen sehr geholfen hat dann auch ein offenes Ohr bei den ganzen Entscheidungsträgern die im nicht so aus diesem Themenfeld kommt zu haben.

00:13:19: Ich glaube, der größte Druck den ich hatte war Gelder zu bekommen.

00:13:24: Gelder wirklich für die Umsetzung und auch das Verständnis dafür.

00:13:31: ist es nicht morgen alles fertig oder wir setzen uns jetzt nicht zwei Jahre ins Kämmerchen und machen eine fertige Karriere-Webseite sondern wir haben die Struktur mitgedacht aber gesagt okay gucken, ob die Struktur landfüßig auch auf die Charité passt und auf die Zielgruppen.

00:13:48: Wir waren mutig, wir haben eine Karriere-Webzeite aufgebaut, die nach Berufsgruppen aufgesetzt worden ist und haben erst mal mit der Pflege angefangen.

00:14:00: Und natürlich hat man dann gehört, wo bleiben wir denn?

00:14:02: Immer nur die Pfleger!

00:14:05: Dann haben wir die Ärzte gemacht.

00:14:06: Natürlich auch die Forschen, die gesagt haben, ja okay, Pflegeärzte Wir sind aber nicht nur Klinik, wir sind noch viel mehr.

00:14:14: Wir haben Lehre!

00:14:15: Wann kommen wir daran?

00:14:16: Also das war dann wirklich auch... Sie haben die Entwicklung von außen beobachtet und fanden es vielleicht auch sehr irritierend dieses iterative Vorgehen sich nicht einzuschließen sondern immer stört für stört eine Veröffentlichung also am Beispiel der Karriere-Weltseite.

00:14:35: genau das gleiche haben wir Beim Bewerbermanagement System gemacht.

00:14:41: Ich meine mal mit der Größe zu sagen, okay jetzt stellen wir den Schalter um und jetzt kommt ihr alle von Exe weg?

00:14:47: Und E-Mailbewerbung haben wir das wirklich Schritt für Schritt?

00:14:50: wie haben die Leute persönlich immer abgeholt, Entscheider abgehult bis ich dann vor zwei Jahren bei einer Leitungskonferenz war und ein Klinikdirektor so mir gesagt hat, Frau Nietzsche können Sie jetzt mal bitte mit Marketing aufhören?

00:15:04: Ich kriege zu viel Bewerbungen es reicht!

00:15:07: Und ich möchte jetzt wieder meine E-Mail Bewerbung haben, weil was man nicht im öffentlichen Sektor vergessen kann.

00:15:16: Wir haben natürlich sehr starke Regelungen Gleichstellungsbeauftragte mit einzubeziehen gerade in diesem Prozess in der Gewinnung und die Gremien halt auch abzuholen.

00:15:29: Durch Digitalisierung wurden diese Schritte total transparent.

00:15:34: Wie viele Bewerbungen bekommen wir?

00:15:35: Wie viel Schwerbehinderte haben wir in dem Prozess, wieviel Frauen haben wir im Auswahlprozess?

00:15:41: Wie viele Frauen haben die gerade auf Stationen?

00:15:43: Wer ist nicht gut auch Mann-Mann mit der gleichen Qualifikation einzustellen.

00:15:47: Und das ist vielleicht ein Punkt dieser Digitalisierung und diese Transparenz, die wir geschafft haben, die ja alle wollten hat dann aber zu Störgefühlen.

00:15:57: Also dieses Mitspracherecht, dann alle Gremien.

00:16:00: Oh okay jetzt ist alles transparent!

00:16:02: Jetzt können Sie sich alles angucken.

00:16:05: Das war dann wirklich Zeitweise ein Punkt wo man gesagt hat ok das hemmt ja auch denn wiederum die Geschwindigkeit wir wollten ja durch Digitalisierung.

00:16:13: Geschwindigkeits aufnehmen haben wir sicherlich aber wir haben natürlich viel mehr Mitsprache und weg von Bewerbungen, die so eingehen.

00:16:25: Sondern wirklich hauptsächlich oder nur noch über das Bewerbermanagement-System und es war auch eine Stück Arbeit.

00:16:31: Ich liebe doch dann schon wenn der Bewerbe mir direkt eine E-Mail schreibt.

00:16:35: Und zum Thema Datenschutz also wie oft ich am Anfang Bewerbung auch per E-mail bekomme.

00:16:41: Wo ist denn da der Datenschütz?

00:16:44: Wo legen wir den Daten ab?

00:16:47: Wir sprechen hier von personenbezogenen Daten.

00:16:50: Bestimmte Argumente haben dann immer geholfen.

00:16:53: Aktuell sind wir an dem Punkt zu sagen, Wir haben wirklich eine große Masse.

00:16:59: Wir merken aber die Attraktivität eines öffentlichen Arbeitgebers.

00:17:03: es bewerben sich jetzt Leute auch auf Stellen, die nicht den Qualifikation entsprechen und das ist natürlich wieder on top.

00:17:11: mehr Arbeit für uns wo wir sagen okay Jetzt müssen wir dort dran gehen um den Fachbereichen weil wir ein Hauptsächlich dezentrales Recruiting auch Umsätzen in den Fachbereichen, etwas an die Hand geben um dieser Masse überhaupt jetzt gerecht zu werden.

00:17:26: Das ist übrigens ein Thema was ihr nicht nur im öffentlichen Dienst habt da schliegt das glaube ich besonders zur Buchstichwort Sicherheit und Purpose.

00:17:33: Ist halt attraktiv gerade in diesen Zeiten.

00:17:36: aber diese Bewerbungszunahme wie es ja manchmal genannt wird dass er eben auch viele Unternehmen in der Privatwirtschaft und auch da wieder kann man technologisch eine ganze Menge machen Setzt aber auch wieder natürlich die ganzen Kommunikationsprozesse voraus und abholen von dem gremien Personalrat in euren fall also anspruchsvoll.

00:17:58: Und dieser tip den du gerade so schön beschrieben hast investition in digitalisierung ist auch erst mal anstrengend und bis man sozusagen wirklich sieht das bringt jetzt was, dass dauert halt eine Zeitung.

00:18:10: Das muss man aushalten.

00:18:11: Du hast ebenso un passant etwas gesagt, wo ich sage möchte ich nochmal drauf kommen, möchte ich jetzt tun.

00:18:17: Du warst sehr früh gesagt Ich brauche IT-Kompetenz mit im Team.

00:18:22: Das ist auch so was, was ich selten höre aus eigener Erfahrung weiß ich hab das auch mal gemacht vor vielen Jahren IT in mein HR team reingeholt und bin gänzlich auf Unverständnis gestoßen.

00:18:34: Auch damals war mein Chef, was soll ein IT-Lar im Personalbereich?

00:18:38: Ich hab dann mal gedacht ich brauche jemand der zwei Sprachen sprechen kann nämlich der Mitprogrammiererin sprechen kann in deren Sprache Der aber auch in der Lage ist mir oder anderen auch entscheidern Und entscheiderinnen zu erklären Was hier gerade technologisch eigentlich abgeht.

00:18:54: War das auch dein Beweggrund diesen Weg zu gehen Oder was war dein Hintergedanke dabei?

00:19:01: Mein Beweg Grund war ganz explizit in der Zusammenarbeit mit der IT.

00:19:08: Also wenn wir uns jetzt auf digitale Prozesse gucken und auf eine Landschaft, die ja sehr stückelhaft bei uns ist.

00:19:17: Wir haben viele Systeme, wir haben immer nach Problemen Systeme gekauft aber Systeme reden nicht miteinander.

00:19:23: so Jetzt haben wir für uns erkannt woran wollen wir arbeiten?

00:19:28: Einmal ein System was workflows wirklich abbildet und nicht nur im HR Kontext, sondern gesamtheitlich.

00:19:37: Und müssen natürlich auch hier ein Service für die Fachbereiche jetzt zur Verfügung stellen weil sie merken ja nichts von einer Investition beispielsweise von einer E-Akte.

00:19:48: Sie können trotzdem nicht zugreifen aber es sind personenbezogene Daten Führungskräfte einfach benötigen, wie zum Beispiel ah okay dann kommt die Person aus der Elternzeit wieder zurück.

00:20:00: Diese Informationen schlummern in dieser E-Akte aber der Fachbereich hat beispielsweise keine Kompetenzen.

00:20:06: und dann haben wir gesagt ok wir brauchen ein System was für Führungskräfte maximal aktuell, Führungen maximale Transparenz über ihr Personal schaffen soll und kann.

00:20:19: Und das haben wir gemeinschaftlich mit der IT auch die Ausschreibung gemacht.

00:20:24: und dann haben wir gesagt, okay was ist unsere Aufgabe?

00:20:28: Was ist eure Aufgabe?

00:20:29: Welche Kompetenz fehlen uns?

00:20:31: Dann konnten wir ganz konkret sagen, was liegt in HR-Kontext?

00:20:35: weil wir verstehen die Prozesse.

00:20:37: Natürlich muss IT auch diese Prozisse kennen aber wir müssen sie aufbereiten Wir müssen bestimmte gesetzliche Änderungen und müssen wir vorne sehen verarbeiten können, in Prozessik eingießen können.

00:20:53: Und dann haben sie auch gesagt aber dieses Vorne, dieses Frontend und was braucht der Nutzende?

00:21:00: Sind wir überein gekommen das wir da im HR Kontext bedienen des Frontends wissen was der Nutzer brauche die Schnittstellen thematik also das Backend.

00:21:10: Das soll bei der IT weiterhin bestehen bleiben.

00:21:13: Wir machen aber immer gemeinschaftliches Planning, also wir gehen gemeinschaftlich und das ist unser Ziel.

00:21:19: Wann muss eine Schnittstelle?

00:21:23: Welche Daten sollen von welchem System miteinander geführt werden?

00:21:28: Was soll sichtbar gemacht werden?

00:21:30: Und ja dieses Schnitt, es fließt ineinander über weil wir wollen ja nicht nur Schnittstellen programmiert haben, sondern diese Lichtbarkeit und Transparenz für die Führungskraft zu sicherstellen.

00:21:45: Das schaffen wir auch mit einzelnen Systemen arbeiten, sondern es ist gebündelt nach den Bedarf, die die Füllungskräfte haben, ausspielen zu können.

00:21:55: Deswegen ist es so wichtig, wenn wir immer die IT los schicken würden baut uns mal das, was der, ich sag' mal die Stellestationsleitung gerne möchte.

00:22:06: Da haben wir ja auch wieder diese Sprachbarriere und wir sind gemeinschaftlich jetzt soweit – und es war auch ein längerer Prozess zu sagen okay, das ist bei euch!

00:22:17: Ihr versteht die, ihr versteht aber auch uns und dann ist es eine gemeinschaftliche Arbeit und ich freue mich

00:22:23: drauf!".

00:22:24: Es ist spannend, es ist ein neues Denken.

00:22:26: Ich glaube das ist ja dieses Klassische was wir damals auch hatten.

00:22:30: Personalmarketing liegt es bei der Unternehmenskommunikation oder im Personalbereich und das war ja auch immer wo, wer hat welche Kompetenzen?

00:22:38: Und dieses gemeinschaftliche Arbeiten an einem Ziel nicht für einen Bereich sondern für ein Unternehmen.

00:22:44: ich glaub dass wird oftmals auch vergessen Wir arbeiten für ein unternehmen und Gemeinschaftliche Zähler.

00:22:49: Ein

00:22:51: Lieblings Thema was ich so gerade selber habe mit drin das ist, dass überwiegende Silo Denkens in Organisationen und.

00:22:58: Ich finde das wird auch durch die technologische Entwicklung ganz besonders deutlich zwischen hr Und it wenn man über Themen nachdenkt wie employee experience aber auch kennengeler Experience Das geht halt nur in der Kombination.

00:23:13: Da macht es keinen Sinn zu sagen, das macht jetzt nur HR oder nur IT.

00:23:17: Nein!

00:23:17: Das muss man dann zusammen machen und übergreifend denken.

00:23:20: Und es macht auch Sinn wenn Kommunikation mit drin ist von Anfang an so ne?

00:23:25: Und Marketing vielleicht auch an der ein oder anderen Stelle.

00:23:28: Ich glaube...

00:23:29: ich glaube es ist beim man ja oft auch vielleicht es kann eine Hypothese sein aber einen Gedanken den ich habe.

00:23:38: Wir haben in der Vergangenheit ja auch immer System gekauft, die wir aufgesetzt haben im HR-Kontext.

00:23:44: Haben aber nicht immer an Schnittstellen gedacht und mehr Wert für den Nutzen zu schaffen.

00:23:51: Wir haben für Server und dafür haben wir die IT dann immer gebraucht, aber wirklich gesamtheitlich draufzuschauen was bringt jedes System für einen Mehrwert?

00:24:02: Das ist nicht immer mit bedacht worden!

00:24:06: Wie wie läuft das nach vorne raus zeitlich betrachtet?

00:24:09: jetzt was schon gesagt.

00:24:11: also ich finde einen.

00:24:12: ich find wenn nicht das richtig interpretiere ich finde ein werdegang so spannend losgegangen ist es mit.

00:24:17: Personal marketing recruiting employer branding es öffnet sich jetzt sehr weit in das ganze digitalisierungs thema wurde sehr übergreifend ja anfangs zu denken und Ich finde das vollgerichtig und konsequent, aber nehmen wir mal dieses Jahr zwanzig sechsundzwanzig.

00:24:33: Was sind so für dich die oßen Meilensteine?

00:24:35: Die du gerne erreichen wollen würdest oder anders gefahren?

00:24:39: was muss passieren damit so sanne weihnachten happy?

00:24:41: und dann warum jetzt beruflich gesehen.

00:24:46: Dass wir Dieses Workflow Management System implementiert haben der Bewerber modern begleitet wird, er hat ein Dashboard.

00:24:58: Er kann sein Personalfrage bogen und kann er ausfüllen.

00:25:03: die Daten werden automatisiert in SAP zurückgeführt.

00:25:07: ich sag nur E-Bahn Nummer das sitzt ja immer noch Mensch der dann die E-bahn Nummer in SAP einklickert?

00:25:14: Und auch die Stammdaten eingekriegt?

00:25:16: Ich hoffe

00:25:16: mich nicht vertippt!

00:25:18: Genau und hoffentlich nicht vertipped genau.

00:25:21: aber da haben wir auf dem Vier Augenprinzip.

00:25:23: Aber das ist das System, die Systeme übernehmen diese administrativen Tätigkeiten.

00:25:28: Du sagst es zwanzig, sechsundzwanzig und das sieht immer noch ein Mensch da und das machen wir nicht nur wir sondern auch in anderen Unternehmen wo man denkt so war.

00:25:38: also wir können stolz sein dass wir nicht mehr faxen aber wie ibern wird noch übertragen.

00:25:42: also wo ist die automatisierte Automatisierung von solchen kleinen Prozessschritten?

00:25:49: also ich möchte komplett dorthin kommen, dass der Bewerber sieht.

00:25:54: Wir sind modern wir sind wirklich auf dem neuesten digitalen Standard.

00:25:58: es geht schnell ich kann bestimmte Prozesse digital buchen und nach innen würde ich gerne erreichen das wir keine PDF-Formulare mehr haben.

00:26:10: weil ich selber dachte mir Ja, super.

00:26:14: Dann speicherst du hier diese PDF-Dokumente ab weil das Internet sehr umfangreich ist.

00:26:20: da findest du das Dokument eh nicht mehr und habt dann aber gemerkt wenn ich zwei Monate später dieses Dokument wieder ausgefüllt habe wurde mir wieder vom Fachbereich gesagt nee!

00:26:30: Das ist jetzt aber nicht mehr aktuell.

00:26:32: also muss dich wieder ins Internet.

00:26:34: warum finde ich nicht auf einen klick nach meinem Bedarf kann dauert Formular ausführen, das Online-Formular und es wird automatisiert rübergegangen.

00:26:44: Und ich krieg dann auch noch ein Feedback wenn's bearbeitet wird.

00:26:47: Das ist wirklich mein Wunsch für sechsundzwanzig diese Schritte der zusätzlichen Aufgaben die für mich überhaupt gar keinen Sinn mehr machen.

00:27:01: oder zum Beispiel das Ident Verfahren.

00:27:03: ja wir weisen uns immer noch mit dem Ausweis wenn ich einen Konto eröffne Dann halte ich mein Gesicht in die Kamera, dann geht es automatisiert.

00:27:12: Warum kriegen wir das nicht hin?

00:27:16: Und was ich mir wünsche – Wir haben sehr viele Gäste an der Charité, circa acht Tausend im Jahr.

00:27:22: Das sind Hospitanten und das sind FSJ-Lar.

00:27:26: Also einen ganz großen Kreis von achttausend Personen, die wir jedes Jahr einstellen für kürzere Zeit, dass dieser Prozess mit einer digitalen Unterschrift versehen wird.

00:27:37: Die kommen aktuell durch die kurzfristige Einstellung immer noch zu uns ins Haus.

00:27:41: Das sind Aufwände, also da könnte man sagen ja das ist öffentlicher Dienst würde ich mal sagen und das wirklich für das Ziel, ich meine das Jahr hat ja nur noch.

00:27:51: wieviel Monate haben wir?

00:27:52: sieben Monate?

00:27:54: Genau!

00:27:55: Und das System ist komplett implementiert und ich finde es toll und das wäre auch ein Wunsch mit meinen Team die Erfolge dann auch wieder feiern zu können was wir geschafft haben.

00:28:05: Ich glaube das ist auch eine ganz wichtige Ziel Das ist mal wieder Zeit zu feiern.

00:28:10: Ich drück euch die Daumen dafür, es auf jeden Fall keine lange Reile.

00:28:14: da steht man fest und ich bin beeindruckt was du geschafft hast mit deinem Team in der Zeit in der Entwicklung und sowohl von der Genese von einem spezifischen HR Thema auf Digitalisierung für HR insgesamt aber auch von deiner Leidenschaft darüber zu reden.

00:28:30: man spürt dass das ein Unterschied macht.

00:28:33: Und man erkennt auch hier, ich hab das Gefühl, dass in diesem Talk so viele Nuggets drin waren wo man sagen kann was ist jetzt wirklich wichtig?

00:28:41: Vorstands bei Ihnen auf jeden Fall dann aber auch mal Regelbrechen und sagen wir denken da anders drüber und ich erklär auch warum Dann schrittweise vorgehen nicht alles sofort auf einmal machen.

00:28:51: also Das hat mir sehr viel Spaß gemacht dieses Gespräch und ich vermute mal es war wahrscheinlich nicht um sein letztes Gespräch.

00:28:56: Ich danke dir jetzt erstmal dass ihr die Zeit genommen hast, für amtlich voran und wünschte ihr unter einem Team ganz Spaß und Erfolg bei den weiteren Schritten.

00:29:06: Danke dir!